- EUR/USD gibt auf fast 1,1455 nach, da die Bullen vor den vorläufigen deutschen HVPI-Daten eine Verschnaufpause einlegen.
- Die Fed beschloss, die Zinsen unverändert zu lassen, und warnte vor Aufwärtsrisiken bei den Preisen.
- Anleger werden sich zudem auf die vorläufigen BIP-Daten für Deutschland und die Eurozone für das zweite Quartal konzentrieren.
Der Euro (EUR) notiert am Donnerstag in der frühen europäischen Handelssitzung gegenüber dem US-Dollar (USD) leicht schwächer bei fast 1,1455. Das Hauptwährungspaar korrigiert leicht nach einer kräftigen Erholungsbewegung in den vergangenen beiden Handelstagen, während die Anleger auf die vorläufigen deutschen Daten zum harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Juli warten.
Den Schätzungen zufolge steigt der deutsche Gesamt-HVPI im Jahresvergleich (YoY) um 2,8 % und damit stärker als der vorherige Wert von 2,4 %. Auf Monatsbasis legt der Gesamt-HVPI um 0,8 % zu, nachdem er im Juni um 0,2 % gefallen war.
Anzeichen eines hohen Inflationsdrucks würden die Erwartungen an Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) stützen. Im Tagesverlauf werden sich die Anleger zudem auf die vorläufigen BIP-Daten für Deutschland und die Eurozone für das zweite Quartal konzentrieren.
Am Mittwoch legte das Hauptwährungspaar deutlich zu, nachdem die US-Notenbank (Fed) ihre geldpolitische Entscheidung bekannt gegeben hatte, in der sie die Zinsen zum fünften Mal in Folge in einer Spanne von 3,50%-3,75% unverändert ließ. Fed-Vertreter warnten vor Aufwärtsrisiken für die Inflation und erklärten, dass sie entschlossen seien, sie zu senken.
EUR/USD technische Analyse

EUR/USD notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung leicht schwächer bei rund 1,1455. Allerdings hat sich die kurzfristige Tendenz des Paares verbessert, da es sich oberhalb des exponentiellen gleitenden 20-Perioden-Durchschnitts (EMA) bei 1,1422 zu halten scheint.
Auf dem Tages-Chart bildet sich ein Doppelboden, was auf das Auftreten von Bullen im Gegenpart nach einer langen Phase hindeutet. Die bullischen Hoffnungen für das Paar würden sich verstärken, sobald es die markierte Hürde bei 1,1483 entscheidend überwindet.
Der Relative Strength Index (14) bewegt sich aus der Zone von 20,00-40,00 in den Bereich von 40,00-60,00, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum nachgelassen hat.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 20-Perioden-EMA bei 1,1422, gefolgt vom Tief vom 28. Juli bei 1,1353. Auf der Oberseite könnte das Paar den Anstieg in Richtung des Tiefs vom 12. Juni bei 1,1557 ausweiten, sobald es die Hürde bei 1,1483 entscheidend überwindet.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Wirtschaftsindikator
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (Jahr)
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) wird monatlich vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlicht und misst die Inflationsentwicklung in Deutschland auf Basis einer EU-weit abgestimmten Methodik. Ziel dieser Harmonisierung ist es, vergleichbare Daten zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu gewährleisten. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres verändert haben. Ein hoher HVPI-Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für den Euro (EUR) gewertet, ein niedriger Wert hingegen als negativ (bärisch).
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Do Juli 30, 2026 12:00 (Zuvor)
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 2.8%
Vorher: 2.4%
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