- EUR/USD steigt auf nahe 1,1600, da der US-Dollar unter Verkaufsdruck steht.
- Anleger warten gespannt auf den US-NFP-Bericht für August, der am Freitag veröffentlicht wird.
- Es wird mit Spannung erwartet, dass die EZB die Zinssätze in diesem Monat anheben wird.
Der Euro (EUR) handelt in der frühen europäischen Handelssitzung am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar (USD) leicht höher bei rund 1,1600. Das wichtige Währungspaar legt etwas zu, bewegt sich insgesamt jedoch seitwärts, da Anleger auf die US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls, NFP) für August warten, die am Freitag veröffentlicht werden.
Anleger werden den US-NFP-Bericht genau verfolgen, um frische Hinweise auf die geldpolitischen Erwartungen der Federal Reserve (Fed) zu erhalten.
Laut TD Securities könnte die bevorstehende Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten eine uneinheitliche Reaktion an den Zinsmärkten auslösen. Strategen warnen, dass ein „solider NFP die Sorgen vor Zinserhöhungen verstärken könnte, die Inflation die Märkte jedoch nervös hält und die Reaktion asymmetrisch ist“, wobei Anleger nur zögerlich einen aggressiveren Fed-Pfad vollständig einpreisen, bis sie den nächsten VPI-Wert sehen. Gleichzeitig argumentiert TD Securities, dass „ein etwas schwächerer Arbeitsmarktbericht es dem Markt ermöglichen würde, die Preisbildung für eine Zinserhöhung im September zu senken“, und unterstreicht damit ihre Ansicht, dass Abwärtsüberraschungen bei den Beschäftigungsdaten eher in den kurzfristigen Zinserwartungen reflektiert werden als Aufwärtsüberraschungen.
Obwohl der Euro gegenüber dem US-Dollar höher notiert, entwickelt er sich gegenüber seinen anderen Pendants schwächer, obwohl die Finanzmärkte zunehmend davon überzeugt sind, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen in diesem Monat anheben wird.
Am Mittwoch sagte EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel, ein ausgesprochener Falke, dass die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von über 95% für eine Zinserhöhung im September sehen.
EUR/USD Technische Analyse

Im Tages-Chart notiert EUR/USD bei 1,1598. Das Paar hält sich knapp über dem exponentiellen gleitenden 20-Perioden-Durchschnitt (EMA) bei 1,1594, was auf eine leicht bullische kurzfristige Tendenz hindeutet, da der Kurs diese dynamische Unterstützungszone verteidigt. Der Relative-Stärke-Index (14) bei 53,23 liegt im neutralen Bereich mit leicht positiver Tendenz und deutet darauf hin, dass das Aufwärtsmomentum konstruktiv, aber nach dem jüngsten Rücksetzer von überkauften Werten oberhalb von 70 nicht überdehnt ist.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 20-Perioden-EMA bei 1,1594, wobei ein täglicher Schlusskurs darunter den derzeit konstruktiven Ton schwächen und tieferen Korrekturdruck freilegen würde. Auf der Oberseite wird der Bereich von 1,1687-1,1714 als wichtige Angebotszone für das Paar fungieren.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Nonfarm Payrolls - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Nonfarm Payrolls (NFP) sind ein zentraler Bestandteil des monatlichen Arbeitsmarktberichts des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics. Dieser Indikator misst die Veränderung der Beschäftigtenzahl im Vormonat, ausgenommen der Landwirtschaft, und gilt als entscheidender Wirtschaftsindikator für die US-Wirtschaft.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) können die Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen, da sie ein Maß dafür bieten, wie erfolgreich die Fed ihr Mandat erfüllt, nämlich die Förderung von Vollbeschäftigung und einer Inflationsrate von 2 %. Ein relativ hoher NFP-Wert bedeutet, dass mehr Menschen beschäftigt sind, mehr Geld verdienen und wahrscheinlich mehr ausgeben. Ein niedriger Wert könnte darauf hindeuten, dass Menschen Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden. Die Fed erhöht in der Regel die Zinsen, um hohe Inflation zu bekämpfen, die durch niedrige Arbeitslosigkeit entsteht, und senkt sie, um einen stagnierenden Arbeitsmarkt anzukurbeln.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) zeigen eine enge Korrelation mit dem US-Dollar. Höhere als erwartete Beschäftigungszahlen führen in der Regel zu einem Anstieg des Dollars, während schwächere Zahlen ihn unter Druck setzen. NFP-Daten beeinflussen den Dollar, da sie Hinweise auf Inflation, geldpolitische Entscheidungen und Zinserwartungen geben. Ein starker NFP-Bericht signalisiert, dass die Federal Reserve ihre straffe Geldpolitik fortsetzen könnte, was den Dollar stützt.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) stehen häufig in einer umgekehrten Beziehung zum Goldpreis. Steigen die Beschäftigungszahlen stärker als erwartet, wirkt sich dies in der Regel negativ auf den Goldpreis aus. Das liegt daran, dass ein Anstieg der NFP häufig den US-Dollar stärkt, und da Gold in US-Dollar gehandelt wird, wird es teurer, weniger Dollar für den Kauf einer Unze Gold zu benötigen. Zusätzlich sinkt bei höheren Zinsen, die oft von steigenden NFP unterstützt werden, die Attraktivität von Gold als Anlage im Vergleich zu Bargeld, das Zinsen abwirft.
Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Teil eines umfassenderen Arbeitsmarktberichts und können von anderen Faktoren in den Hintergrund gedrängt werden. Oft kommt es vor, dass der Markt höhere als erwartete NFP-Zahlen ignoriert, wenn die durchschnittlichen Wochenverdienste gleichzeitig enttäuschen. In solchen Fällen wird der potenziell inflationstreibende Effekt der Hauptzahlen durch den Rückgang der Verdienste als deflationäres Signal gewertet. Auch die Erwerbsquote und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen, allerdings nur in außergewöhnlichen Situationen wie der „Great Resignation“ oder der globalen Finanzkrise.
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