- Der Euro fällt gegenüber dem US-Dollar auf nahe 1,1610, da letzterer sich erholt.
- Anleger warten auf die wichtige EZB-Sitzung und die US-CPI-Daten für August.
- Es wird erwartet, dass die EZB am Donnerstag die Leitzinsen anheben wird.
Der Euro (EUR) liegt während der europäischen Handelssitzung am Dienstag gegenüber dem US-Dollar (USD) um 0,1% niedriger bei rund 1,1610. Das wichtige Währungspaar handelt schwächer, da der US-Dollar nach einem schwachen Start ins Plus dreht.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung handelt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, um 0,1% höher bei rund 99,00.
Die Finanzmärkte erwarten, dass der US-Dollar in einer engen Spanne bleibt, da eine leichte Verbesserung der Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) nach starken US-Nonfarm-Payrolls-(NFP)-Daten für August sein Abwärtspotenzial begrenzt hat, während positive Kommentare von Fed-Mitgliedern zur Inflation das Aufwärtspotenzial eingeschränkt haben.
Im weiteren Verlauf dürfte die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisindex-(CPI)-Daten für August am Freitag eine entscheidende Bewegung beim US-Dollar auslösen.
Unterdessen dürfte auch der Euro in einer begrenzten Spanne bleiben, da Anleger die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag abwarten.
Laut ABN Amro ist "der Weg für die EZB klar, und eine Zinserhöhung auf der Sitzung des Gouverneursrats am Donnerstag ist an den Finanzmärkten vollständig eingepreist".
EUR/USD Technische Analyse

Im Tages-Chart notiert EUR/USD bei 1,1612 und behält damit eine neutrale kurzfristige Tendenz bei, da es sich nahe dem exponentiellen 20-Perioden-Durchschnitt (EMA) bei 1,1601 hält. Diese enge Ausrichtung zwischen dem Kurs und dem kurzfristigen EMA deutet darauf hin, dass das Paar seine jüngsten Gewinne konsolidiert, anstatt sie umzukehren, während der Relative Strength Index (RSI) bei 54 das Momentum im neutral bis positiven Bereich hält und darauf hindeutet, dass die Käufer weiterhin einen leichten Vorteil behalten.
Auf der Abwärtsseite liegt die erste Unterstützung beim 20-Perioden-EMA nahe 1,1600, wo bei einem Rücksetzer Kaufinteresse aufkommen könnte. Das wichtige Währungspaar könnte auf das psychologische Niveau von 1,1500 fallen, wenn es den 20-Tage-EMA nicht halten kann. Nach oben ist das August-Hoch bei 1,1710 die entscheidende Hürde für das Paar.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Wirtschaftsindikator
EZB-Hauptrefinanzierungsgeschäfte-Zinssatz
Einer der drei wichtigsten Zinssätze, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegt werden, ist der Hauptrefinanzierungssatz. Dabei handelt es sich um den Zinssatz, den die EZB Banken für einwöchige Kredite berechnet. Dieser wird im Rahmen der acht regulären Sitzungen der EZB pro Jahr bekannt gegeben. Wenn die EZB davon ausgeht, dass die Inflation steigen wird, erhöht sie in der Regel die Zinssätze, um die Inflation zurück auf ihr Ziel von 2 % zu bringen. Das wirkt sich meist positiv auf den Euro (EUR) aus, da höhere Zinsen ausländische Kapitalzuflüsse anziehen. Umgekehrt kann die EZB den Hauptrefinanzierungssatz senken, wenn sie einen Rückgang der Inflation feststellt. Ziel ist es dann, Banken zu ermutigen, mehr Kredite zu vergeben, um so das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Das schwächt tendenziell den Euro, da niedrigere Zinsen ihn für Investoren weniger attraktiv machen, um Kapital dort zu parken.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Do Sept. 10, 2026 12:15
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 2.65%
Vorher: 2.4%
Quelle: European Central Bank
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