EUR/USD: Jahrestief rückt näher - Dollar legt auf breiter Front zu


Nach einer anhaltenden Seitwärtsphase in der Nähe von 1,1350 Dollar geriet der EUR/USD in den letzten Stunden erneut unter Beschuss und markierte mit 1,1315 Dollar ein neues 8-Tages-Tief. Zuletzt handelte die Gemeinschaftswährung zum Greenback auf 1,1335 Dollar und verlor somit 0,25 Prozent. 

Die US-Notenbank Fed erwähnte den jüngsten Kurssturz am Aktienmarkt mit keinem Wort in ihrem gestrigen geldpolitischen Begleittext, was einige Marktteilnehmer etwas überraschte, die darauf spekuliert hatten, dass die Währungshüter sich bei zukünftigen Zinserhöhungen etwas zurücknehmen könnten, um die Rallye der letzten Jahre an den Aktienmärkten nicht zu gefährden. Daraus ist aber nichts geworden. Vielmehr betonten sie erneut, dass die starke Wirtschaft und der solide Arbeitsmarkt weitere graduelle Zinserhöhungen rechtfertigen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Dezember ist daraufhin auf über 80 Prozent gestiegen. 

Der US-Dollar-Index holte danach all seine Verluste auf, die er nach den US-Zwischenwahlen am Mittwoch erlitt. Darüber hinaus wussten heute auch noch die Erzeugerpreise zu überzeugen, was der Fed bei ihrem Plan der graduellen Zinserhöhungen in die Karten spielen dürfte. Zuletzt handelte der Index auf 96,90 und damit 0,27 Prozent im Plus.

Unterdessen bekräftigte der italienische Finanzminister Giovanni Tria, dass die Eckpunkte ihres Haushaltsvorschlags 2019 unverändert bleiben würden und dass Italien nicht das einzige EU-Land sei, das gegen die Eu-Vorschriften verstoße. Das hat die Bedenken der Marktteilnehmer erhöht, dass sich die italienische Haushaltskrise so schnell nicht lösen wird.

Technische Kursniveaus

Unterstützungen liegen bei 1,1300 (Tief 31. Oktober / Tief 15. August / Jahrestief), 1,1235 (Tief 5. Juni 2017) und 1,1200 (psychologische Marke). Widerstände befinden sich indes bei 1,1400 (20-DMA), 1,1500 (psychologische Marke / Hoch 7. November) und 1,1560 (100-DMA).

 

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