- Der Euro steht aufgrund der Wachstumssorgen und auch technischer Faktoren unter Druck.
- Der EUR/USD steuert auf den niedrigsten Schlusskurs seit dem 2. August zu und liegt damit wieder unter der 20-Tage-Linie.
Der EUR/USD fiel unter 1,1160 Dollar und erreichte mit 1,1136 Dollar den niedrigsten Stand seit dem 5. August. Die Kombination aus einem stärkeren US-Dollar und einem schwächeren Euro sorgte dafür, dass das Währungspaar unter kritische Unterstützungen sank.
Der US-Dollar ist heute auf breiter Front auf dem Vormarsch, einschließlich gegenüber Rohstoff- und Schwellenländerwährungen, angesichts der Befürchtungen über die globalen Konjunkturaussichten. Die Furcht vor einer Rezession in den USA und Europa lassen die Anleger in sichere Häfen flüchten. Die Gemeinschaftswährung verliert zudem gegenüber dem Pfund und der Schweizer Franken. Schwache Konjunkturdaten aus Europa und kollabierende Renditen belasten hier das Geschehen.
Der Dollar ist trotz fallender US-Renditen im Aufwind. Das 10-jährige Zinspapier liegt bei 1,58%, dem niedrigsten Wert seit 2016. An der Wall Street verlieren der DOW JONES 2,35% und die NASDAQ 2,69%. Der DXY gewinnt 0,12% und handelt nahe 98,00.
Augen auf 1,1100 Dollar gerichtet?
Aus technischer Sicht sorgt die jüngste Kursbewegung beim EUR/USD zur negativen Ausgangslage des Euros bei. Das Paar bewegt sich unter 1,1150/60 Dollar, der unteren Grenze der einwöchigen Handelsspanne. Eine Bestätigung des Ausbruchs würde mehr Verluste bedeuten. Die nächsten Unterstützungen befänden sich dann bei 1,1110 und 1,1100 Dollar.
Auf der anderen Seite muss der Euro wieder über 1,1160 steigen, um den kurzfristigen Abwärtsdruck zu mildern. Sollte dies der Fall sein, würde er wahrscheinlich das Range-Trading zwischen 1,1150 und 1,1245 wieder aufnehmen.
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