EUR/USD dürfte bald wieder in Richtung 1,15-1,16 fallen - Nordea


Der USD hat sich in den letzten 9-12 Monaten deutlich abgeschwächt. Die Ökonomen von Nordea gehen jedoch davon aus, dass der EUR/USD bald wieder fallen wird, da das sich verbessernde makroökonomische Umfeld und stärkere Inflationssignale zumindest die US-Notenbank davon überzeugen dürften, ihren Kurs zu ändern. Außerdem haben die Anleiherenditen Spielraum für weitere Gewinne.

USD wird wieder stärker

"Die USA werden in diesem Jahr wachstumsmäßig wahrscheinlich alle Konkurrenten übertreffen. Dies führt im Laufe der Zeit in der Regel zu einem stärkeren USD gegenüber anderen Währungen, was auf die Nebeneffekte eines stärkeren Wachstumstempos zurückzuführen ist. Erstens dürften USD-Anleihen weiterhin bessere Renditen abwerfen als die meisten Mitbewerber, zweitens wird die Fed auf die starken Wachstumsraten wahrscheinlich mit einer etwas strafferen Politik reagieren. Möglicherweise mit einer Tapering-Diskussion bereits in diesem Sommer."

"Unsere Meinung ist, dass die USD-Zinsen auch zu einer Umkehr des EUR/USD in der zweiten Hälfte dieses Jahres führen könnten. Wir halten es für wahrscheinlich, dass der EUR/USD das Jahr 2021 auf deutlich niedrigeren Niveaus im Vergleich zum aktuellen Kurs beenden wird. Denn die USD-Zinsen sind einfach lebhafter als die EUR-Zinsen, nicht zuletzt, weil die EZB im Frühjahr und Frühsommer scheinbar weiter in die Konjunkturerholung hineindrucken will."

"Der Rentenmarkt spiegelt auch die relativen Wachstumsperspektiven wider, die in den USA einfach optimistischer aussehen als in Europa, u.a. aufgrund einer erfolgreicheren Einführung von Impfstoffen. Unser Ziel ist für den EUR/USD die 1,15-1,16."

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