• EUR/JPY hält sich nach der Erholung von den Interventions-Tiefs nahe 185,60.
  • Ein bullischer RSI stützt die Erholung, doch die neutrale Struktur bleibt bestehen.
  • Ein Ausbruch über 187,50 legt das Jahreshoch und 188,00 frei.

EUR/JPY bewegt sich am Montag seitwärts, da sich die Marktteilnehmer angesichts der Sorge vor einer möglichen Intervention durch die japanischen Behörden zurückhalten, das Währungspaar weiter nach oben zu treiben, obwohl diese nach der koordinierten Aktion der USA und Japans weiterhin geschlossen geblieben sind. Das Währungspaar notiert bei 185,59 und damit praktisch unverändert.

EUR/JPY Preisprognose: Technischer Ausblick

Nachdem EUR/JPY im Zuge des dreitägigen Interventionstiefs von rund 187,44 auf 182,12 gefallen war, hat sich das Währungspaar von der 182,00er-Region erholt und ist wieder in die Nähe der Marke von 186,00 gestiegen. Das Momentum hat sich leicht bullisch verschoben, wie der Relative Strength Index (RSI) zeigt, der seit Mitte August bullisch ist.

Aus Sicht der Marktstruktur ist EUR/JPY neutral ausgerichtet, könnte jedoch wieder bullisch werden, wenn es über das Jahreshoch nahe 188,00 ausbricht. Auf dem Weg nach oben liegt der erste Widerstand jedoch bei 187,00, gefolgt von der psychologischen Marke von 187,50. Ein Durchbruch über letztere würde das Jahreshoch von 187,95 vor 188,00 freilegen.

Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung für EUR/JPY beim 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 185,14, gefolgt vom 50-Tage-SMA bei 184,72. Sobald diese unterschritten werden, liegt die nächste Station beim 200-Tage-SMA bei 184,16, gefolgt von 184,00.

EUR/JPY Preis-Chart – Tages-Chart

EUR/JPY Tages-Chart

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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