- EUR/JPY weitet den Rückgang auf etwa 162,35 im frühen europäischen Handel am Donnerstag aus und liegt damit 0,25% im Minus.
- Die positive Sicht auf das Paar bleibt oberhalb des wichtigen 100-Tage-EMA mit dem bullischen RSI-Indikator bestehen.
- Der unmittelbare Widerstand liegt bei 163,31; die wichtige Unterstützung, die es zu beobachten gilt, ist 162,00.
Das EUR/JPY-Paar zieht im frühen europäischen Handel am Donnerstag einige Verkäufer um 162,35 an. Der japanische Yen (JPY) schwächt sich gegenüber dem Euro (EUR) ab, während die Spekulationen über eine Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ) in diesem Jahr zunehmen.
Technisch gesehen bleibt der konstruktive Ausblick für EUR/JPY bestehen, da das Paar gut unterstützt oberhalb des wichtigen 100-Tage-Exponential Moving Average (EMA) auf dem Tageschart notiert. Allerdings kann eine weitere Konsolidierung oder ein vorübergehender Ausverkauf nicht ausgeschlossen werden, da der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) unterhalb der Mittellinie bei etwa 47,25 liegt und kurzfristig bärisches Momentum zeigt.
Das erste Aufwärtsziel für EUR/JPY liegt bei 163,31, dem Hoch vom 21. Mai. Ausgedehnte Gewinne könnten einen Anstieg auf 164,46, das Hoch vom 1. Mai, zur Folge haben. Der zusätzliche Aufwärtsfilter, den es zu beobachten gilt, ist 164,85, die obere Begrenzung des Bollinger Bands.
Auf der Unterseite liegt die entscheidende Unterstützung für das Paar bei 162,00, dem 100-Tage-EMA und der psychologischen Marke. Ein nachhaltiger Handel unterhalb dieses Niveaus könnte einen Rückgang auf 161,40, die untere Begrenzung des Bollinger Bands, zur Folge haben. Das nächste Abwärtsziel, das es zu beobachten gilt, ist 160,00, die runde Zahl und das Tief vom 8. April.
Japanischer Yen FAQs
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
EUR/JPY Tageschart
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