• EUR/JPY verzeichnet am frühen Donnerstagmorgen in der europäischen Sitzung leichte Verluste nahe 184,95.
  • Das Währungspaar behält kurzfristig einen bullischen Ton bei, jedoch kann eine weitere Konsolidierung angesichts eines neutralen RSI-Momentums nicht ausgeschlossen werden.
  • Die erste Aufwärtsbarriere liegt bei 185,00; die anfängliche Unterstützung ist bei 184,90 zu beobachten.

Das EUR/JPY-Paar notiert am Donnerstag während der frühen europäischen Sitzung negativ bei rund 184,95. Die Inflation in der Eurozone fiel im Juni stärker als erwartet, was den Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) verringert, die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung am 23. Juli anzuheben. Dies könnte wiederum den Euro (EUR) gegenüber dem japanischen Yen (JPY) belasten.

Die am Mittwoch von Eurostat veröffentlichten Daten zeigten, dass die Inflation in der Eurozone, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), im Juni mit 2,8 % im Jahresvergleich sank, nach 3,2 % im Mai. Dieser Wert lag unter dem Konsens von 3,0 %.

Ökonomen von Morgan Stanley erklärten, die schwächere Inflation in der Eurozone im Juni könnte auch "die Hürde für die EZB, im September eine Pause einzulegen, etwas senken", und fügten hinzu, dass der Energiepreisdruck wahrscheinlich nur einen "begrenzten" direkten Einfluss auf die Preise in der Eurozone hatte.

Nach der Veröffentlichung am Mittwoch erwarteten Händler laut Morningstar weiterhin, dass die EZB bis Ende dieses Jahres eine weitere Zinserhöhung um einen Viertelpunkt vornehmen wird.

Chartanalyse EUR/JPY

Technische Analyse:

Im Tages-Chart hält sich EUR/JPY über der Mittellinie der Bollinger-Bänder und dem 100-Tage-Durchschnitt, was kurzfristig einen leicht bullischen Ton beibehält, während der Kurs sich nahe den jüngsten Höchstständen bewegt. Der Relative Strength Index (14) schwankt um 50, was auf ein ausgeglichenes Momentum hinweist und eher eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung als einen impulsiven Ausbruch favorisiert.

Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand bei der psychologischen Marke von 185,00, mit Kurszielen in Richtung des Hochs vom 30. Juni bei 185,86. Die nächste Hürde stellt das obere Bollinger-Band nahe 186,15 dar, wo bullische Versuche auf Gewinnmitnahmen stoßen könnten. 

Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am mittleren Bollinger-Band bei 184,90 gesehen, gefolgt vom 100-Tage-Durchschnitt bei 184,65; ein tieferer Rücksetzer würde die Unterstützung am unteren Bollinger-Band um 183,65 freilegen.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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