Michael Wan von MUFG berichtet, dass die chinesischen Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor besser als erwartet ausgefallen sind. Damit hätten sich die Sorgen über eine unmittelbar bevorstehende geldpolitische Lockerung abgeschwächt. Zwar sei bei einer jüngsten eintägigen Reverse-Repo-Operation der chinesischen Notenbank (PBoC) ein niedrigerer Zinssatz als erwartet festgesetzt worden. Wan geht jedoch davon aus, dass sich das operative geldpolitische Ziel Chinas nicht kurzfristig auf den Tagesgeldsatz verlagern werde. Maßgeblich bleibe weiterhin der Zinssatz für siebentägige Reverse-Repo-Geschäfte.
Stärkere PMIs dämpfen Erwartungen an geldpolitische Lockerungen
„In Asien fielen Chinas Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor etwas stärker aus als erwartet. Das hat dazu beigetragen, die anfänglichen Sorgen über eine unmittelbar bevorstehende geldpolitische Lockerung etwas zu mindern.“
„Dies galt insbesondere vor dem Hintergrund, dass bei den jüngsten eintägigen Reverse-Repo-Operationen der PBoC ein Zinssatz von 1,25 Prozent festgesetzt wurde und damit unter den Markterwartungen lag. Die meisten Analysten waren von einem Satz zwischen 1,3 und 1,4 Prozent ausgegangen.“
„Insgesamt gehen wir nicht davon aus, dass das operative Ziel der Geldpolitik in China kurzfristig auf den Tagesgeldsatz umgestellt wird. Der Zinssatz für siebentägige Reverse-Repo-Geschäfte bleibt aus unserer Sicht die entscheidende Kennzahl zur Beurteilung des geldpolitischen Kurses.“
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