- EUR/GBP notiert stabil über einem Mehrwochentief, das am Vortag erreicht wurde.
- Die hawkische Haltung der BoE stützt weiterhin das GBP und begrenzt die Kassapreise.
- Die positiven PMIs aus dem Vereinigten Königreich und der Eurozone am Montag tragen zu einer gedämpften Preisbewegung bei.
Die EUR/GBP-Paarung bewegte sich während der asiatischen Sitzung am Dienstag innerhalb einer engen Handelsspanne und blieb in Reichweite des am Vortag erreichten Dreiwochentiefs von 0,8345.
Das Britische Pfund (GBP) setzt seine relative Outperformance fort, unterstützt durch die "hawkishe" Haltung der Bank of England (BoE), die wiederum als Schlüsselfaktor für den Gegenwind für die EUR/GBP-Paarung angesehen wird. Tatsächlich warnte die britische Zentralbank vor Zinssenkungen und hob ihre Inflationsprognose für dieses Jahr an. Dies deutet darauf hin, dass die BoE die Kreditkosten langsamer senken wird als andere große Zentralbanken.
Die am Montag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes aus Großbritannien, die größtenteils über den Erwartungen lagen, waren ein weiterer Faktor, der das GBP stützte. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg auf 53,2, ein bemerkenswerter Anstieg gegenüber dem Vormonatswert von 51, während der Composite-PMI von 50,5 im Februar auf 52 stieg und damit den stärksten Anstieg seit sechs Monaten verzeichnete. Dies trug dazu bei, den enttäuschenden PMI für das verarbeitende Gewerbe auszugleichen, der im März von 46,9 auf 44,6 zurückging.
Unterdessen zeigte der Flash-PMI am Montag, dass die Geschäftsaktivität in der Eurozone im März mit der schnellsten Rate seit sieben Monaten gestiegen ist. Diese Daten dämpfen die Hoffnungen auf eine aggressivere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB), die zusammen mit der gedämpften Kursentwicklung des US-Dollars (USD) der Gemeinschaftswährung etwas Unterstützung verleiht. Dies rechtfertigt eine gewisse Vorsicht vor neuen bearishen Wetten auf die EUR/GBP-Paarung und vor einer Positionierung auf weitere Verluste.
Wirtschaftsindikator
ifo - Geschäftsklimaindex
Der deutsche Geschäftsklimaindex, veröffentlicht durch CESifo Group ist genaugenommen ein Frühindikator für die aktuellen Bedingungen und die Geschäftserwartungen in Deutschland. Das Institut befragt mehr als 7.000 Unternehmen über ihre Einschätzung der Geschäftslage und ihre kurzfristigen Planung. Ein positives Wirtschaftswachstum ist bullish für den EUR, während ein niedriger Wert als negativ (oder bearish) zu sehen ist.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Di März 25, 2025 09:00
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 86.8
Vorher: 85.2
Quelle: IFO Institute
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