Solange die Gespräche für die Übergangsphase nicht aufgenommen wurden, sollte sich der Euro im Verhältnis zum britischen Pfund (EUR/GBP) in einer engen Spanne seitwärts bewegen, so Antje Praefcke, Analyst FX & EM Research bei der Commerzbank. 

Wichtige Zitate:

Kommt der Ausstieg vom Ausstieg? Offensichtlich versucht die EU, Großbritannien eine Brücke zu bauen. Denn EU Ratspräsident Donald Tusk und EU Kommissionspräsident Jean-Claude Junker betonten gestern, dass die Herzen der Kontinentaleuropäer und die Tür offen blieben, sollten sich die „britischen Freunde“ doch noch umentscheiden. Ansonsten würde der Brexit im März kommenden Jahres Realität mit allen negativen Konsequenzen.

Dies Angebot kommt einen Tag nach der Meldung, dass die EU angeblich schärfere Forderungen an Großbritannien bezüglich Immigration, Außenhandelsabkommen und Fischereirechte in der Übergangsphase stellt. Das UK Parlament muss zwar letztlich über den endgültigen Deal mit der EU entscheiden. Bei einem „Nein“ hieße das aber wohl ein Exit ohne Abkommen. Eher müsste die Regierung eine Kehrtwende einschlagen – schließlich ist das Referendum letztlich nicht rechtlich bindend – am besten vor dem 29. März 2019, um den Ausstieg vom Ausstieg zu verkünden. Ob sie sich dazu durchringen kann ist fraglich. Theresa May hat zwar schon abgelehnt, aber seit Juni 2016 wissen wir, dass nichts unmöglich ist.

Die Gespräche für die Übergangsphase sollen Ende Januar aufgenommen werden, die für die zukünftige Handelsbeziehung dann nach einem Gipfel Ende März. EUR-GBP wird, solange keine Kehrtwende in Sicht ist, erst einmal weiterhin in einer engen Spanne handeln.

 

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