EUR/DKK: 7,435 markiert die Schmerzgrenze für die dänische Zentralbank - Nordea


Seit der unabhängigen dänischen Zinserhöhung im März 2020 hat sich EUR/DKK von über 7,470 auf das aktuelle Niveau um 7,436 bewegt. Im Februar verkaufte die dänische Zentralbank 0,4 Mrd. DKK auf dem Devisenmarkt, um einer Stärkung der Krone gegenüber dem Euro entgegenzuwirken. Dies ist das erste Mal seit fast vier Jahren, dass die Bank versucht hat, EUR/DKK höher zu treiben. Weitere Interventionen werden in den kommenden Monaten erwartet, so die Ökonomen von Nordea.

Wichtige Zitate
"Wie üblich hat die Zentralbank nicht das genaue EUR/DKK-Niveau bekannt gegeben, bei dem sie im Februar interveniert hat. Nach der Entwicklung von EUR/DKK im Laufe des Monats zu urteilen, scheint jedoch ein Niveau knapp über 7,435 die untere Toleranzgrenze für die Zentralbank zum jetzigen Zeitpunkt zu markieren."

"Der Hauptgrund für den Abwärtsdruck auf EUR/DKK ist die sehr geringe Überschussliquidität, die sich in einem sehr großen Spread zwischen den Geldmarktsätzen in Dänemark und dem Euroraum niederschlägt."

"Nach unseren Schätzungen wird die Überschussliquidität am dänischen Geldmarkt gegen Ende März noch weiter zurückgehen. Dies wird höchstwahrscheinlich weitere Interventionen der Zentralbank auslösen und vermutlich auch in einem größeren Umfang als im Februar. Trotzdem erwarten wir nicht, dass die Intervention eine eigenständige dänische Zinssenkung auslösen wird." 

"Wir erwarten, dass die Zentralbank den Zinssatz für Zentralbankeinlagen mindestens bis Ende 2022 unverändert bei -0,60% belassen wird."

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