Der britische Sportwetten- und Glücksspielkonzern Entain plc hat im ersten Halbjahr einen Verlust vor Steuern von 96 Millionen Pfund verzeichnet. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Gewinn von 13,7 Millionen Pfund. Hauptgrund für den Einbruch waren Bewertungsverluste bei Finanzinstrumenten in Höhe von rund 265 Millionen Pfund.
Bereinigt um einmalige Sondereffekte ging der Vorsteuergewinn um 9 Prozent auf 226,4 Millionen Pfund zurück. Operativ lief es jedoch deutlich besser: Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft stieg auf 117,3 Millionen Pfund, nach 63,4 Millionen Pfund im Vorjahr. Auf bereinigter Basis kletterte das operative Ergebnis sogar um 52 Prozent auf 437,6 Millionen Pfund.
Unterm Strich stand dennoch ein Nettoverlust von 98,3 Millionen Pfund beziehungsweise 15,4 Pence je Aktie. Im Vorjahr lag das Minus bei lediglich 1,9 Millionen Pfund. Das bereinigte Nettoergebnis fiel mit 123,8 Millionen Pfund ebenfalls schwächer aus als im Vorjahr (158,2 Millionen Pfund).
Die Umsätze legten leicht zu: Der Konzernumsatz stieg um 3 Prozent auf 2,596 Milliarden Pfund. Auch die Nettoerlöse aus dem Glücksspielgeschäft wuchsen um 3 Prozent auf 2,627 Milliarden Pfund.
Die Aktionäre können sich dennoch auf eine höhere Ausschüttung freuen. Die Zwischendividende für 2025 steigt um 5 Prozent auf 9,8 Pence je Aktie und soll am 29. September ausgezahlt werden. Stichtag ist der 22. August.
Für das Gesamtjahr zeigt sich Entain optimistischer: Die Prognose für das Wachstum der Netto-Gaming-Erlöse wurde von einem mittleren einstelligen Wert auf rund 7 Prozent (währungsbereinigt) angehoben.
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