- Der Dow Jones kämpfte am Mittwoch, während die Anleger ihre eigenen Bedenken zurückdrängen.
- Ein solider Start in die Berichtssaison hält die Risikobereitschaft trotz drohender geopolitischer Bedenken hoch.
- Offizielle Datensätze bleiben im Dunkeln angesichts der US-Regierungsstilllegung, aber ein Silberstreif in Form von Zinssenkungen bleibt im Fokus.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) fand am Mittwoch Platz auf der hohen Seite, kletterte in einen zweiten Tag der Erholungsströme und testete das Gebiet nördlich von 46.600, bevor er sich wieder auf den Tagesschluss zurückzog. Eine weitere Runde von Unternehmensberichten aus der Wall Street läutet die vierteljährliche Überprüfungsperiode mit einem positiven Auftakt ein, wobei die Gewinne von Investmentbanken und Luxus-Handtaschen die Erwartungen übertreffen.
Die weiterhin steigenden Handels Spannungen zwischen den USA und China köcheln weiterhin auf dem Hintergrund, und die anhaltende US-Regierungsstilllegung bleibt ein zentrales Hindernis für die globalen Märkte, aber die Aktien konzentrieren sich weiterhin auf die Gewinne, den einen blauen Fleck am ansonsten grauen Himmel.
Gewinne trumpfen Handelskriege und nicht funktionierende Regierungen, anscheinend
Morgan Stanley (MS) und Bank of America (BAC) übertrafen beide die Gewinnerwartungen im dritten Quartal und stiegen am Mittwoch um fast 6% bzw. 5%. Der französische Luxusgüterkonzern Moet Hennessy Louis Vuitton SE (LVMH) schoss am Tag um über 12% in die Höhe, nachdem er die Gewinnerwartungen übertroffen hatte, was die breiten Markterwartungen weiter stärkt, dass Unternehmen weiterhin rekordverdächtige Gewinnperioden erzielen werden.
Offizielle US-Daten bleiben ein großes weißes Blatt, da die Trump-Administration weitgehend vermeidet, sich an der Lösung der laufenden Finanzierungssperre der Bundesregierung zu beteiligen. Es gibt wenig Anzeichen dafür, dass die beiden Seiten der US-Regierung besonders eilig sind, die bundesstaatliche Schließung zu beenden, was zu Kommentaren von Trump-Mitarbeitern führte, dass eine umfassende Entlassung von Regierungsmitarbeitern nun im Gange sei. Ein Bundesrichter in San Francisco erließ auf spezifische Anfrage mehrerer Gewerkschaften von Bundesangestellten eine umfassende Sperre gegen Entlassungen durch die Trump-Administration, eine Maßnahme, die sowohl den Unmut von Präsident Trump auf sich ziehen als auch etwaige Bedenken hinsichtlich langfristiger Folgen der Schließung für Investoren weiter zerstreuen wird.
Die Anleger ignorieren auch weiterhin negative Auswirkungen der Datenpause der Regierung, was größtenteils auf das Fehlen offizieller Berichte über Arbeit, Löhne und Beschäftigung zurückzuführen ist, was es der Federal Reserve (Fed) erleichtert, ihren kurzfristigen Kurs von zwei weiteren Zinssenkungen bis zum Ende des Jahres beizubehalten.
Dow Jones Tages-Chart
Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.
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