- Die Dow-Jones-Futures steigen, da der Optimismus über eine mögliche US-Iran-Vereinbarung die allgemeine Marktstimmung stärkte.
- Die Hoffnungen auf Frieden zwischen den USA und Iran senkten die Ölpreise, milderten die Inflationssorgen und reduzierten die Erwartungen an eine anhaltende hawkische Haltung der Fed.
- Starke Unternehmensgewinne unterstützten die Marktstimmung, wobei KI-bezogene Unternehmen weiterhin die breitere Marktrally anführten.
Die Dow-Jones-Futures gewinnen 0,23 % und notieren während der europäischen Handelszeiten am Donnerstag nahe 50.150, vor der regulären Eröffnung in den Vereinigten Staaten (USA). Unterdessen steigt der S&P 500 um 0,18 % auf knapp 7.400, und die Nasdaq-100-Futures legen um 0,21 % auf über 28.780 zu.
Die US-Aktien-Futures bewegten sich nach oben, da sich die Anlegerstimmung durch den Optimismus über eine mögliche US-Iran-Vereinbarung verbesserte. Die BBC berichtete am Mittwoch, dass Iran erklärte, ein US-Vorschlag zur Beendigung des Konflikts werde „noch geprüft“, trotz Berichten, die darauf hindeuten, dass sich beide Seiten einer Einigung nähern könnten.
Berichten zufolge legten die USA Iran ein einseitiges Memorandum of Understanding vor, das eine schrittweise Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Lockerung der amerikanischen Blockade iranischer Häfen vorsieht. Gespräche über Irans Nuklearprogramm sollen zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, obwohl noch keine endgültige Vereinbarung getroffen wurde.
Die Hoffnungen auf Frieden zwischen den USA und Iran lösten einen starken Rückgang der Ölpreise aus, was zur Entspannung der Inflationssorgen beitrug und die Erwartungen an eine verlängerte hawkische Haltung der Federal Reserve (Fed) senkte. Allerdings warnte der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, dass die Inflation nicht weiter in Richtung des 2%-Ziels der Fed gesunken sei, sondern sich seit Beginn des Konflikts beschleunigt habe.
Während des regulären US-Handels am Mittwoch stieg der Dow Jones um 1,24 %, während der S&P 500 und der Nasdaq-100 um 1,46 % bzw. 2,02 % zulegten. Robuste Unternehmensgewinne unterstützten weiterhin die allgemeine Marktstimmung, insbesondere bei KI-verbundenen Unternehmen, die im Zentrum der Rally standen. Die Anleger blicken nun auf weitere Gewinnberichte am Donnerstag, darunter von McDonald’s, Gilead Sciences und Airbnb.
Die Aktien von Disney stiegen um 7,54 %, nachdem das Unternehmen einen starken Bericht für das zweite Fiskalquartal vorgelegt hatte, der ein bereinigtes EPS von 1,57 USD und einen Umsatzanstieg von 7 % auf 24,9 Milliarden USD enthielt. Uber legte um 8,53 % zu, nachdem solide Ergebnisse für das erste Quartal die Erwartungen übertrafen und eine optimistische Prognose für das zweite Quartal abgegeben wurde, was die 2,64%ige Kurssteigerung des Technologiesektors deutlich übertraf.
Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.
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