• Der Dow Jones erreichte am Mittwoch neue Allzeithochs.
  • Bank- und Gesundheitsaktien führen die Rallye an.
  • Der Kongress wird voraussichtlich über einen Beschluss abstimmen, um die US-Regierung bis Januar zu finanzieren.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) erhielt am Mittwoch einen festen Kaufimpuls und erreichte frische Rekordhöhen, während die Anleger von einer Überbelastung durch die AI-Technologierallye zurücktraten und sich stärker in traditionellere Investitionssäulen, hauptsächlich große Banken und Gesundheitsaktien, bewegten.

Der Dow Jones stieg an seinem Höhepunkt um rund 430 Punkte und erreichte ein neues Intraday-Hoch von 48.419, da der technologiearme Hauptindex von Händlern, die wieder in traditionelle Anlagen investieren, einen Schub erhält. Der Dow liegt nun über einen Zeitraum von vier Tagen um rund 4% im Plus, nachdem er in einem milden Pullback von dem letzten Rekord-Zwischenspitzenwert nahe der 48.000-Marke auf 46.490 gefallen war.

Bankaktien treiben den Dow nach oben

Der Finanzsektor stärkte den Dow Jones, wobei Anlegerlieblinge wie Goldman Sachs (GS), JPMorgan (JPM) und das Kreditkartenunternehmen American Express (AXP) alle Rekordhöhen erreichten. Auch Materialien und Bauwesen trugen zu einem weiteren Schub bei, wobei der Baufavorit Caterpillar (CAT) ebenfalls anstieg.

Anleger werden weiterhin skeptisch gegenüber den Umsatzperspektiven im AI-Bereich, trotz der schwindelerregenden Bewertungen für Schaufelverkäufer während des LLM-Daten-Goldrausches. Die CEO von Advanced Micro Designs (AMD), Lisa Siu, behauptete, dass sie eine Gesamtnachfrage nach AI-Technologie von 1 Billion USD pro Jahr bis 2030 sehen könnte, ein ehrgeiziges Investitions- und Ausgaben-Ziel für eine Branche, in der die meisten, wenn nicht alle, Einnahmen vollständig bei den Anbietern von Rechenzentren enthalten sind.

Kurzfristige Lösung ist besser als keine Lösung

Die US-Regierung bewegt sich weiterhin auf eine kurzfristige Lösung zu, um die längste Bundesbehördenstilllegung in der amerikanischen Geschichte zu beenden. Ein vorübergehender Notfallgesetzesentwurf, der die US-Regierung bis Januar finanzieren würde, wurde diese Woche im Senat verabschiedet, und der Entwurf wird voraussichtlich am Mittwoch um 19:00 EST oder am Donnerstag um 03:00 GMT im Repräsentantenhaus abgestimmt.

Dow Jones Tageschart

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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