• Das britische Pfund erholt sich gegenüber dem japanischen Yen von 218,20 nach der Veröffentlichung der VPI-Daten aus Großbritannien.
  • Die Kerninflation im Vereinigten Königreich hat sich schneller als erwartet abgeschwächt, wobei die Kernrate mit 2,6 % im Jahresvergleich stabil blieb.
  • Die deutliche Schwäche des japanischen Yen hat die Hoffnungen auf eine Intervention Japans verstärkt.

Das britische Pfund (GBP) verzeichnet nach der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (VPI) für Juni im Vereinigten Königreich (UK) leichtes Kaufinteresse gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern. Gegenüber dem japanischen Yen (JPY) erholt sich die britische Währung stark vom Intraday-Tief bei 218,20.

Das Office for National Statistics (ONS) meldete ein langsamer als erwartetes Wachstum des Gesamt-VPI. Die Gesamtinflation liegt bei 2,6 % im Jahresvergleich (YoY), niedriger als die Schätzungen von 2,7 % und der vorherige Wert von 2,8 %. Auf Monatsbasis steigt die Gesamtinflation moderat um 0,1 %, wie erwartet, nach 0,2 % im Vormonat.

Der Kern-VPI – der volatile Komponenten wie Lebensmittel, Energie, Alkohol und Tabak ausschließt – wuchs hingegen stabil um 2,6 % YoY, während ein Rückgang auf 2,5 % erwartet wurde.

Die Inflation im Dienstleistungssektor, die von den Beamten der Bank of England (BoE) genau beobachtet wird, sank von 3,7 % im Mai auf 3,6 %.

Das verlangsamte Wachstum der Gesamt- und Dienstleistungsinflation im Vereinigten Königreich dürfte die Befürchtungen vor Zinserhöhungen durch die BoE in naher Zukunft verringern.

Unterdessen bereiten sich Investoren auf mehr Volatilität der britischen Währung in dieser Woche vor, da die Einzelhandelsumsätze für Juni und die vorläufigen S&P Global PMI-Daten für Juli am Freitag veröffentlicht werden.

In Tokio erwarten Investoren eine Intervention Japans am Devisenmarkt, nachdem der japanische Yen gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern auf mehrjährige Tiefstände gefallen ist.

Zu Beginn des Tages erklärte Japans Finanzministerin (FM) Satsuki Katayama, dass die Behörden bei Bedarf notwendige Maßnahmen im Bereich der Devisen ergreifen werden. Sie lehnte jedoch Kommentare zu konkreten Devisenniveaus ab.

 

Wirtschaftsindikator

Kern-Verbraucherpreisindex (Jahr)

Der Kern-Verbraucherpreisindex (VPI) des Vereinigten Königreichs wird monatlich vom Office for National Statistics veröffentlicht und misst die Verbraucherpreisinflation – also die Rate, mit der sich die Preise für von Haushalten gekaufte Waren und Dienstleistungen verändern. Die Berechnung erfolgt nach internationalen Standards, um Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres entwickelt haben. Die Kernrate des VPI schließt besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Lebensmittel, Energie, Alkohol und Tabak aus. Der Kern-VPI gilt als wichtiger Indikator für die Inflation und die Entwicklung der Kaufkraft. Ein hoher Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für das britische Pfund (GBP) gewertet, ein niedriger Wert dagegen als negativ (bärisch).

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Letzte Veröffentlichung: Mi Juli 22, 2026 06:00

Häufigkeit: Monatlich

Aktuell: 2.6%

Prognose: 2.5%

Vorher: 2.6%

Quelle: Office for National Statistics

Die Bank of England hat die Aufgabe, die Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), bei etwa 2 % zu halten, was der monatlichen Veröffentlichung eine große Bedeutung verleiht. Ein Anstieg der Inflation signalisiert eine schnellere und frühere Erhöhung der Zinssätze oder die Reduzierung der Anleihekäufe durch die BOE, was eine Verknappung des Angebots an Pfund bedeutet. Umgekehrt deutet ein Rückgang des Tempos des Preisanstiegs auf eine lockere Geldpolitik hin. Ein höher als erwartetes Ergebnis ist tendenziell GBP-bullish.


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