- GBP/JPY fällt um rund 2,4% und bricht von nahe 218,00 auf den Bereich von 213,20 ein.
- Die Bank of England belässt die Zinssätze in einer hawkishen 6–3-Abstimmung unverändert bei 3,75%.
- Eine plötzliche Yen-Rally löst Spekulationen aus, dass die japanischen Behörden am Devisenmarkt interveniert haben.
Das GBP/JPY-Kreuz handelt am Donnerstag deutlich schwächer nahe 213,20 und verliert rund 2,4%, da ein plötzlicher Anstieg des japanischen Yen (JPY) die Reaktion des Britischen Pfunds auf die geldpolitische Ankündigung der Bank of England (BoE) überlagert.
Die BoE beließ ihren Leitzins wie weithin erwartet bei 3,75%. Die Entscheidung wurde jedoch als hawkish gehalten gewertet, nachdem sechs Entscheidungsträger für eine Beibehaltung der Zinsen und drei für eine Anhebung um 25 Basispunkte auf 4,00% stimmten. Die Märkte hatten allgemein nur mit zwei Mitgliedern gerechnet, die für eine Zinserhöhung stimmen würden.
Die BoE räumte ein, dass die Inflation im Vereinigten Königreich (UK) im Juni auf 2,6% zurückgegangen ist, warnte jedoch davor, dass höhere Energiepreise die Inflation später in diesem Jahr wieder nach oben treiben könnten. Die Entscheidungsträger signalisierten zudem, dass die Risiken für den Inflationsausblick weiterhin nach oben tendieren, insbesondere wenn erhöhte Energiekosten stärkeren Lohn- und Preisdruck erzeugen.
Trotz der hawkishen Abstimmung konnte das Pfund gegenüber dem Yen keine Unterstützung behaupten. Die japanische Währung wertete am Markt abrupt auf, drückte USD/JPY unter 160,00 und führte zu deutlichen Rückgängen bei EUR/JPY und GBP/JPY. Das Tempo und das Ausmaß der Bewegung lösten Spekulationen aus, dass das japanische Finanzministerium die Bank of Japan angewiesen habe, Yen zu kaufen, obwohl die Operation bislang nicht offiziell bestätigt wurde.
Die japanischen Behörden hatten wiederholt gewarnt, dass sie nach dem Rückgang des Yen in Richtung 40-Jahres-Tiefs nahe 164,00 gegenüber dem US-Dollar zu entschlossenem Handeln bereit seien. Die Bewegung am Donnerstag scheint daher mit einer möglichen Intervention vereinbar zu sein, die darauf abzielt, übermäßige und einseitige Währungsvolatilität zu verringern.
Kurzfristige technische Analyse:
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert GBP/JPY bei 213,06 und setzt damit eine bärische kurzfristige Tendenz fort, nachdem es deutlich unter seine jüngste Konsolidierungsspanne gefallen ist. Das Paar handelt nun unter dem 20-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 217,61 und dem 100-Perioden SMA bei 217,87, was zusammen auf eine sich verschlechternde Trendstruktur hindeutet und Erholungsversuche vorerst begrenzt. Der Relative Strength Index (RSI) ist in den überverkauften Bereich nahe 15 eingebrochen, was auf überdehnte Abwärtsbedingungen hindeutet, doch die Präsenz mehrerer Widerstandsniveaus über dem Kurs hält die Aussichten auf eine Erholung fragil, solange der Kurs auf dem derzeit gedrückten Niveau verharrt.
Auf der Oberseite ergibt sich unmittelbarer Widerstand an der jüngsten horizontalen Barriere bei 213,96, vor 215,50 und 217,40, wobei der 20-Perioden SMA bei 217,61 und der 100-Perioden SMA bei 217,87 eine dichte Angebotszone weiter oben verstärken. Auf der Unterseite ist die anfängliche zugrunde liegende Nachfrage an der horizontalen Unterstützung bei 214,70 zu sehen, wo der Monat begann und wo jede Pause im Verkaufsdruck eine korrigierende Erholung auslösen könnte; ein nachhaltiger Bruch unter diese Marke würde trotz des überverkauften RSI-Hintergrunds den Weg für weitere Verluste in den kommenden Sitzungen öffnen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
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