- GBP/USD schwächt sich im frühen asiatischen Handel am Dienstag auf rund 1,3425 ab.
- Trump besteht darauf, dass Gespräche mit dem Iran im Gange sind; der Iran bestreitet, dass irgendwelche Verhandlungen stattfinden.
- US ISM EMI für das verarbeitende Gewerbe stieg im Juli auf 55,6 und fiel stärker aus als erwartet.
Das Währungspaar GBP/USD verliert im frühen asiatischen Handel am Dienstag auf nahe 1,3425 an Boden. Die Unsicherheit rund um die Gespräche zwischen den USA und dem Iran treibt Händler in Richtung einer sicheren Hafenwährung wie dem US Dollar (USD) gegenüber dem Britischen Pfund (GBP). Alle Augen richten sich auf die US-Arbeitsmarktdaten für Juli, die später am Freitag veröffentlicht werden.
US-Präsident Donald Trump behauptete am Montag, dass die Gespräche mit dem Iran andauern, und sagte, dies sei Teherans "letzte Chance, ein gutes Dokument zu unterzeichnen". Trump fügte hinzu, dass er erwarte, dass die Verhandlungen in den nächsten ein oder zwei Tagen beginnen werden, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen und einen Weg für den Iran zu schaffen, die Bedenken der USA hinsichtlich seines Atomprogramms auszuräumen.
Teheran bestritt jedoch, dass Gespräche mit den USA stattfänden. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte, der derzeitige Fokus des Landes liege auf Verhandlungen mit Oman über die Straße von Hormus.
Darüber hinaus geben die positiven US-Wirtschaftsdaten dem Greenback etwas Unterstützung und wirken als Gegenwind für das Major-Paar. Die am Montag vom Institute for Supply Management (ISM) veröffentlichten Daten zeigten, dass der US-Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe im Juli auf 55,6 gestiegen ist, nach 53,3 im Juni. Dieser Wert fiel stärker aus als die Markterwartung von 54,0.
In der vergangenen Woche stimmte die Bank of England (BoE) mit 6:3 dafür, die Zinssätze unverändert bei 3,75% zu belassen, wobei drei Entscheidungsträger eine Zinserhöhung befürworteten. BoE-Gouverneur Andrew Bailey trat den Erwartungen eines unmittelbar bevorstehenden Straffungszyklus entgegen und sagte, der Disinflationsprozess bleibe intakt. Die Märkte preisen nun bis zum Jahresende nur noch eine Zinserhöhung ein, während erneute Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran weiterhin für zusätzliche Unsicherheit für den wirtschaftlichen Ausblick sorgen.
Pfund kämpft um Unterstützung, da hawkische BoE-Spaltung auf Baileys dovischen Ton trifft
Analysten der Rabobank heben hervor, dass "die Netto-Short-Positionen in GBP in der vergangenen Woche vor der geldpolitischen Sitzung der BoE wieder gestiegen sind", was auf einen Aufbau spekulativer bärischer Positionierungen im Pfund hindeutet. Sie merken an, dass trotz "einer hawkischeren Stimmenverteilung, als der Markt vom MPC erwartet hatte", der "dovishe" Ton von Gouverneur Bailey letztlich "wenig Unterstützung für das Pfund seitens der BoE" signalisiert habe, wodurch die Stimmung gegenüber der Währung begrenzt geblieben sei.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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Die Ölpreise fielen am Montag deutlich, da die Erwartungen wuchsen, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran bald wieder aufgenommen werden. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Gespräche im Gange seien, nachdem Teheran erklärt hatte, keine Pläne für direkte Verhandlungen zu haben. Der US Dollar Index steigt um rund 0,1 % und handelt nahe 99,90, wobei er knapp unter der Marke von 100,00 hält.