Laut den Analysten der Rabobank hat sich die Achterbahnfahrt des brasilianischen Reals (BRL) auch nach den Wahlen im Oktober fortgesetzt, da eine Kombination aus globalen und lokalen Unsicherheiten im Jahr 2019 zu einer großen Handelsspanne führte.
Wichtigste Zitate
"Auf Sicht von 12 Monaten hat der BRL gegenüber dem USD 4% verloren. Unsere Devisenmodelle deuten darauf hin, dass die BRL-Schwäche in diesem Zeitraum überwiegend auf globale Treiber zurückzuführen war. Der wichtigste ist der stärkere USD weltweit - was die direkten und indirekten Auswirkungen der Einführung (und Bedrohung) neuer Handelszölle durch die USA widerspiegelt."
"Der BRL-Effekt des stärkeren USD wurde durch niedrigere Erwartungen an den Verlauf der kurzfristigen US-Zinsen sowie durch schmalere (idiosynkratische) Prämien, die in brasilianischen Vermögenswerten enthalten sind, abgefedert. Letzteres folgt auf einen gestiegenen Optimismus hinsichtlich der Aussichten für Wirtschaftsreformen."
"Die technischen Faktoren auf dem lokalen Devisenmarkt haben sich in diesem Jahr bisher nicht wesentlich verändert. Insgesamt haben sich die Devisenpositionen wichtiger Akteure des privaten Sektors gegenüber Ende 2018 kaum verändert und liegen bei rund 46 Mrd. USD (Long in USD)".
"Der Gesamtbetrag der von der BCB an den Markt gelieferten "Devisenunterstützung" (d.h. Hedge und Liquidität) liegt derzeit bei 76,6 Mrd. USD und damit etwas niedriger als Ende 2018."
"Wie in unserer Prognose prognostiziert, gehen wir für Ende 2019 weiterhin von einem Kurs von 3,70 USD/BRL aus, da wir nach der Genehmigung einer effektiven Rentenreform von einer weiteren Verringerung der Prämien in brasilianischen Vermögenswerten ausgehen."
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