BOJ-Protokoll: Mitglieder stimmen zu, dass die Inflationserwartungen zunehmen


"Mehrere Mitglieder sagten, dass es einen Aufwärtsdruck bei der Verbraucherinflation gebe, die bereits positiv sei, wenn man die Auswirkungen der Senkung der Mobilfunkgebühren herausrechnet", heißt es im jüngsten Protokoll der geldpolitischen Sitzung der Bank of Japan (BOJ).

Die wichtigsten Aussagen des Protokolls

Ein Mitglied sagte, man müsse wachsam sein, um das Risiko eines Tapering der Fed zu vermeiden, da die erwartete Zinserhöhung zu einem Rückgang der Aktienkurse und einem Anstieg des Yen führen könnte.

Ein Mitglied sagte, der Aufwärtsdruck auf die Verbraucherpreise scheine als Trend zuzunehmen, da die Rohstoffkosten weiter steigen.

Ein Mitglied sagte, die Preise für eine breite Palette von Gütern würden steigen, nicht nur für Lebensmittel und energiebezogene Güter.

Ein Mitglied sagte, es scheine Anzeichen für eine Veränderung im Preisverhalten der Unternehmen zu geben.

Ein Mitglied sagte, der Aufwärtsdruck auf die Verbraucherpreise werde sich wahrscheinlich als Trend verstärken.

Ein Mitglied sagte, die BOJ müsse die derzeitige geldpolitische Lockerung geduldig beibehalten, da sich die Preisentwicklung in Japan von der in den USA unterscheide.

Ein Mitglied sagte, es sei unwahrscheinlich, dass es in Japan zu so starken Lohnsteigerungen wie in den USA kommen werde, aber man müsse die Gefahr eines Überschießens des Wirtschaftswachstums und der Inflation im Auge behalten.

Ein Mitglied sagte, es sei schwierig, das Preisziel der BOJ bis Ende des Geschäftsjahres 2023 zu erreichen, aber man müsse auf Veränderungen im Preisverhalten der Unternehmen und bei den Inflationserwartungen achten.

FX-Reaktion

USD/JPY fiel nach dem Sitzungsprotokoll der BOJ auf ein neues Intraday-Tief bei 113,86. Neben dem Sitzungsprotokoll belastete auch die Risk-Off-Stimmung das Yen-Paar.

Lesen: Goldpreis-Prognose: XAU/USD testet den Jahreswiderstand von $1.848 aufgrund der schlechten Stimmung, Fed im Visier

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