Die Analysten der Commerzbank gehen davon aus, dass die Bank of Thailand (BoT) ihren Leitzins bei 1,0 Prozent belassen wird. Die Notenbank betrachtet das aktuelle Zinsniveau als ausreichend konjunkturstützend. USD/THB hat sich zuletzt in einer Spanne zwischen 32,90 und 33,30 eingependelt. Steigende Rohstoffpreise und Kapitalabflüsse aus Thailand könnten den Baht jedoch weiter belasten.
Baht durch Ölpreise und Kapitalabflüsse unter Druck
„Mit Blick auf die Geldpolitik dürfte die Bank of Thailand (BoT) den Leitzins bei ihrer nächsten Sitzung am 26. August unverändert bei 1,0 Prozent belassen.“
„Der geldpolitische Zielkonflikt bleibt schwierig: Die Binnennachfrage ist schwach und das Wachstum liegt weiterhin unter seinem Potenzial, während die Inflation infolge des vorangegangenen Energieschocks gestiegen ist. Die BoT erwartet für 2026 eine durchschnittliche Gesamtinflation von 2,8 Prozent. In Teilen des zweiten Halbjahres dürfte sie damit oberhalb des Zielkorridors von 1 bis 3 Prozent liegen, bevor sie 2027 wieder nachlässt.“
„Da der Inflationsschub weitgehend angebotsbedingt ist und die mittelfristigen Inflationserwartungen weiterhin verankert sind, erscheint eine weitere Straffung der Geldpolitik nicht notwendig. Gleichzeitig bezeichnet die BoT den aktuellen Leitzins von 1,0 Prozent als ausreichend konjunkturstützend. Dies deutet darauf hin, dass die Bereitschaft zu erneuten Zinssenkungen begrenzt ist, solange sich die Binnenkonjunktur nicht deutlich abschwächt. Daher könnte die BoT den Leitzins für den Rest des Jahres unverändert lassen.“
„Am Devisenmarkt stieg USD/THB gestern angesichts des erneuten Aufwärtsdrucks bei den Ölpreisen um 0,2 Prozent auf 33,07. Das Währungspaar ist damit von seinem Ende Juli erreichten Hoch bei 33,85 zurückgekommen und bewegte sich in den vergangenen zwei Wochen überwiegend in einer Spanne zwischen 32,90 und 33,30.“
„Mit Blick nach vorn könnten höhere Rohstoffpreise weltweit und Kapitalabflüsse aus ausländischen Portfolios den Baht belasten.“
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Das sollten Sie am Donnerstag, den 20. August, im Blick behalten:
Der US-Dollar geriet in der amerikanischen Sitzung am Mittwoch unter starken Verkaufsdruck, nachdem das Finanzministerium unerwartet bekannt gegeben hatte, dass es das Volumen einiger Rückkaufoperationen für langfristige Schulden verdoppeln wird, um die Marktliquidität zu stützen. Am Donnerstagmorgen in Europa verarbeiten die Marktteilnehmer die Auswirkungen dieser Entwicklung und warten auf Veröffentlichungen mittlerer makroökonomischer Daten aus den USA, darunter die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und der Philadelphia-Fed-Index für das verarbeitende Gewerbe für August.