Der thailändische Baht (THB) notiert gegenüber dem US-Dollar (USD) nahe seinem schwächsten Stand seit mehr als einem Jahr. Belastet wird die Währung nach Einschätzung der OCBC-Strategen Sim Moh Siong und Christopher Wong von den stark schwankenden Ölpreisen, einem festeren US-Dollar sowie steigenden US-Renditen. Zugleich verweise die lockere Geldpolitik der Bank of Thailand (BoT) auf eine gewisse Toleranz gegenüber einer schrittweisen Abwertung. Eine deutlich stärkere Schwäche des Baht könnte die Notenbank jedoch unter Handlungsdruck setzen, falls die Ölpreise hoch bleiben und die importierte Inflation zunimmt.
Hohe Energiekosten und lockere Geldpolitik belasten den Baht
„Der Baht blieb unter Druck, da der Anstieg der Ölpreise durch einen festeren US-Dollar und höhere US-Renditen verstärkt wurde, während die weiterhin lockere Haltung der Bank of Thailand zusätzlichen Gegenwind verursachte.“
„Der Baht blieb nahe seinem 15-Monats-Tief gegenüber dem US-Dollar unter Druck, wobei der erneute Ölpreisschock nun zusätzlich von einem festeren US-Dollar und höheren US-Renditen begleitet wird.“
„Das bleibt ein schwieriges Umfeld für den Baht, da Thailand stark von importierter Energie abhängig ist. Die daraus resultierenden Inflationssorgen haben zudem die Erwartungen verstärkt, dass die US-Zinsen länger auf einem hohen Niveau bleiben könnten.“
„Die lockere Geldpolitik der Bank of Thailand bietet dem Baht ebenfalls kaum Unterstützung. Notenbankchef Vitai hatte bereits zuvor signalisiert, dass derzeit keine Eile für eine Straffung der Geldpolitik besteht.“
„Gleichzeitig könnte eine stärkere Abwertung die Belastungsgrenze der Währungshüter auf die Probe stellen - insbesondere dann, wenn die Ölpreise hoch bleiben und der importierte Inflationsdruck weiter zunimmt.“
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