- AUD/JPY hält Gewinne, da die starke Carry-Trade-Nachfrage Short-JPY-Positionen aufgrund der breiten globalen Zinsdifferenzen begünstigt.
- Japans Katayama warnte, dass Tokio bereit ist, der Währungsvolatilität entgegenzuwirken.
- RBA-Gouverneurin Bullock warnte, dass die Inflation weiterhin zu hoch ist und weitere Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen werden können.
AUD/JPY hält nach einer Phase der Volatilität die Gewinne und notiert während der europäischen Handelszeit am Montag um 113,10. Das Währungspaar bleibt stark nachgefragt, da der japanische Yen (JPY) aufgrund weit verbreiteter Carry-Trade-Aktivitäten weiter an Boden verliert. Anleger bevorzugen aggressiv Short-Yen-Positionen, getrieben von der hartnäckig breiten Zinsdifferenz zwischen Japan und anderen Volkswirtschaften.
Der japanische Yen wertet trotz einer neuen Runde verbaler Warnungen aus Tokio ab. Am Montag betonte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama, dass die Behörden jederzeit bereitstehen, angemessen auf volatile Währungsbewegungen zu reagieren. Katayama lehnte es jedoch strikt ab, zu spezifischen Wechselkursgrenzen Stellung zu nehmen, was dem angeschlagenen Yen kaum unmittelbare Entlastung verschaffte.
Die Aufwärtsbewegung des AUD/JPY-Paares wird gebremst, da der Australische Dollar (AUD) aufgrund von Unsicherheiten über die US-Iran-Friedensgespräche kämpft. Die Marktstimmung verschlechterte sich zunächst nach Berichten, dass US-Präsident Donald Trump mit direkten Angriffen auf den Iran drohte, falls Proxy-Angriffe auf Israel fortgesetzt werden.
Die starke Risikoaversion wurde jedoch teilweise eingedämmt, nachdem die Vermittler Katar und Pakistan eine gemeinsame Erklärung aus der Schweiz veröffentlichten, in der sowohl Washington als auch Teheran einer formellen Roadmap zugestimmt haben, die darauf abzielt, innerhalb der nächsten 60 Tage eine endgültige Friedensvereinbarung zu sichern.
Die People's Bank of China (PBOC) entschied sich, ihre einjährigen und fünfjährigen Loan Prime Rates (LPR) unverändert bei 3,00 % bzw. 3,50 % zu belassen. Angesichts der engen Handelsbeziehungen zwischen China und Australien könnte diese Entscheidung die australische Marktstimmung direkt beeinflussen.
Unterdessen könnte die inländische Politik weiterhin eine grundlegende Unterstützung für den AUD bieten. Nach der Beibehaltung des Leitzinses in diesem Monat betonte die Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), Michele Bullock, dass die Inflation weiterhin zu hoch sei und warnte, dass weitere Zinserhöhungen nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.
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Das sollten Sie am Montag, den 22. Juni, im Blick behalten:
Die Anleger halten sich zu Beginn der Woche vorsichtig, während sie die neuesten Schlagzeilen aus dem Nahen Osten bewerten. In der zweiten Tageshälfte werden die Mai-Verbraucherpreisindexdaten aus Kanada von den Marktteilnehmern genau beobachtet. Außerdem werden mehrere Entscheidungsträger großer Zentralbanken Reden halten.