- AUD/JPY zieht in der frühen europäischen Sitzung am Dienstag einige Käufer in die Nähe von 110,70 an.
- Das Währungspaar behält unterhalb des 100-Tage-SMA einen negativen Ton bei, mit bärischem RSI-Momentum.
- Die anfängliche Unterstützung liegt bei 110,40; die erste Aufwärtsbarriere befindet sich bei 112,85.
Das Währungspaar AUD/JPY notiert im positiven Bereich nahe 110,70 und beendet damit in den frühen europäischen Handelsstunden am Dienstag seine sechstägige Verlustserie. Das Aufwärtspotenzial des Währungspaares könnte jedoch aufgrund der koordinierten Intervention zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Japan begrenzt sein, die dem japanischen Yen (JPY) gegenüber dem australischen Dollar (AUD) etwas Unterstützung bieten könnte.
"Die Ansicht, dass FX-Interventionen keine nachhaltige Wirkung haben und lediglich die kurzfristigen Marktströme verändern, scheint in vielen Fällen richtig zu sein. Je nach den Umständen und dem breiteren Kontext kann eine Intervention jedoch einen erheblichen Einfluss auf den Markt ausüben und einen Wendepunkt auslösen," sagte der Bank-of-America-Analyst Shusuke Yamada.
Japan und die USA greifen ein, um den Yen nach historischem Absturz zu stabilisieren
Strategen bei BNY weisen darauf hin, dass Japans Finanzministerium und das US-Finanzministerium "am Devisenmarkt interveniert haben, um den Yen zu stützen", nachdem die Währung auf den niedrigsten Stand gegenüber dem Dollar seit 1986 gefallen war. Der japanische Finanzminister Satsuki Katayama wird mit den Worten zitiert, die gemeinsame Aktion habe darauf abgezielt, "übermäßiger Volatilität und ungeordneten Bewegungen in den vergangenen Monaten entgegenzuwirken", und unterstreiche, dass Tokio "nicht zögern würde, bei Bedarf weitere gemeinsame Interventionen durchzuführen". BNY kommt zu dem Schluss, dass die Behörden deutlich gemacht haben, dass sie "bereit bleiben, die Währung zu verteidigen", sollte erneut Druck auf den JPY entstehen.
Technische Analyse:
Auf dem Tages-Chart setzt AUD/JPY eine Korrekturbewegung unterhalb des 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) und des mittleren Bollinger-Bands der 20-Tage-Linie fort, die eine dichte Angebotszone oberhalb des Kurses bilden. Das Paar driftet nun in Richtung der Unterstützung am unteren Bollinger-Band, während der Relative Strength Index (RSI) bei 34,33 knapp oberhalb des überverkauften Bereichs verharrt, was darauf hindeutet, dass das bärische Momentum weiterhin die Kontrolle hat, sich aber dem Ende nähern könnte.
Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung am unteren Bollinger-Band nahe 110,40, wo eine Pause oder eine Erholung entstehen könnte, falls Verkäufer Gewinne mitnehmen. Die nächste zu beobachtende Streitmarke ist die psychologische Marke von 110,00, gefolgt vom Tief vom 3. August bei 109,24.
Auf der Oberseite liegt der anfängliche Widerstand beim 100-Tage-SMA bei 112,85, gefolgt vom mittleren Bollinger-Band bei 113,00; ein Tagesschluss über diesen gebündelten Barrieren wäre erforderlich, um den aktuellen bärischen Bias zu mildern und den Weg in Richtung des oberen Bollinger-Bands nahe 115,62 zu öffnen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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