- AUD/JPY gewinnt in der frühen europäischen Sitzung am Montag auf rund 113,00 an Stärke.
- Japans Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal annualisiert um 1,1% und damit schwächer als erwartet.
- Das Währungspaar hält einen konstruktiven bullischen Bias, solange es über dem 100-Tage-SMA bleibt.
- Das erste Abwärtsziel liegt bei 112,21; der unmittelbare Widerstand wird bei 113,88 gesehen.
Das Währungspaar AUD/JPY notiert am Montag in der frühen europäischen Sitzung im positiven Bereich nahe 113,00. Der japanische Yen (JPY) gibt gegenüber dem australischen Dollar (AUD) angesichts schwächer als erwartet ausgefallener Daten zum japanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach.
Das japanische BIP für das zweite Quartal (Q2) wuchs annualisiert um 1,1%, wie das Kabinettsamt am Montag mitteilte. Dieser Wert lag unter dem Marktkonsens von 2,0% und unter dem Wert des ersten Quartals von 1,8% Wachstum, verglichen mit einem im Q1 verzeichneten Wachstum von 0,5% und verfehlte die Markterwartungen eines Anstiegs um 0,5%.
"Die Details waren gemischt," schrieben Analysten von Capital Economics in einer Research-Notiz. "Das BIP wuchs im Q2 in einem ordentlichen Tempo, und da die Regierung die Weitergabe höherer Energiepreise weiterhin begrenzt," schrieben sie, während ein Anstieg des Staatskonsums "darauf hindeutet, dass Takaichis expansive Fiskalpolitik allmählich Wirkung zeigt."
Händler warten auf die Veröffentlichung des australischen Beschäftigungsberichts für Juli am Donnerstag, bevor die Inflationsdaten zum japanischen nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) veröffentlicht werden. Ökonomen erwarten, dass die Arbeitslosenquote in Australien im Juli auf 4,5% von 4,4% im Juni steigen wird. Sollte der Bericht stärker als erwartet ausfallen, könnte dies den Aussie gegenüber dem JPY stützen.
Japan-Daten im Fokus, da Deutsche Bank solides Q2-Wachstum und festere Inflation signalisiert
Ökonomen der Deutschen Bank heben eine ereignisreiche Woche für Japan hervor, in der "wichtige Wirtschaftsdaten" anstehen, darunter das Q2-BIP am Montag und der nationale VPI am Freitag. Für das BIP merkt die Bank an, dass ihr Chefökonom für Japan erwartet, dass "das reale BIP um +1,6% QoQ wachsen wird," während er bei den Preisen "erwartet, dass der Kern-VPI ohne frische Lebensmittel auf 1,8% YoY von 1,6% im Juni steigt und die Kern-Kern-Inflation ohne frische Lebensmittel und Energie auf 1,8% (1,7%) zunimmt." Die Bank verweist Kunden für weitere Details auf "mehr in seinem vollständigen Wochenausblick".
Technische Analyse: AUD/JPY behält kurzfristig einen leicht positiven Momentum-Ton bei
Im Tages-Chart hält AUD/JPY einen konstruktiven bullischen Bias, da sich das Paar über dem mittleren Bollinger Band und dem 100-Tage-Simple Moving Average befindet. Die Häufung dieser Unterstützungen knapp unter dem aktuellen Kurs deutet darauf hin, dass Rücksetzer aufgefangen werden, während der 14-Tage-Relative Strength Index um 54 einen leicht positiven Momentum-Ton beibehält, ohne bislang überkaufte Bedingungen zu signalisieren.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim Tief vom 8. Juli bei 112,21, gefolgt vom Tief vom 10. August bei 111,63. Das nächste Schlüsselniveau wird beim unteren Bollinger Band nahe 110,00 gesehen, das als tieferes bärisches Ziel dienen würde, falls der Verkaufsdruck zunimmt.
Auf der Oberseite ist der unmittelbare Widerstand beim Hoch vom 16. Juli bei 113,88 zu beachten, gefolgt vom Hoch vom 27. Juli bei 114,67. Ein klarer Ausbruch würde den Weg zum oberen Bollinger Band bei 115,35 freimachen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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