- AUD/JPY gewinnt in der frühen europäischen Sitzung am Dienstag auf rund 114,60 an Stärke.
- Die Kreuzung behält oberhalb des 100-Tage-SMA einen konstruktiven Ton bei, mit bullishem RSI-Momentum.
- Die erste Aufwärtsbarriere liegt bei 114,96; die anfängliche Unterstützung wird im Bereich von 113,25-113,20 gesehen.
Das Währungspaar AUD/JPY notiert am frühen Dienstag im europäischen Handel im positiven Bereich nahe 114,60. Stärkere als erwartete chinesische Wirtschaftsdaten stützen den von China abhängigen Australischen Dollar (AUD) gegenüber dem Japanischen Yen (JPY).
Die am Dienstag von RatingDog veröffentlichten Daten zeigten, dass der Einkaufsmanager-Index (EMI) für das verarbeitende Gewerbe in China im August auf 51,5 gestiegen ist, nach 50,9 im Juli. Dieser Wert lag über dem Marktkonsens von 50,9.
Auf japanischer Seite preisen die Märkte inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von fast 73% für eine Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) noch in diesem Monat ein, Analysten gehen jedoch davon aus, dass es einer deutlich stärkeren Fortsetzung seitens der Zentralbank bedarf.
"Für den Yen wird eine Zinserhöhung der BoJ im September bereits stark erwartet," sagte Charu Chanana, Chief Investment Strategist bei Saxo.
Yen-Unterstützung gedämpft, da die BoJ die Markterwartungen nur schwer übertreffen kann
Die FX-Strategen von OCBC, Sim Moh Siong und Christopher Wong, weisen darauf hin, dass der japanische Yen bereits erhebliche Unterstützung durch "aggressive Marktbepreisung für eine Straffung der Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ)" erhalten hat, mit einer impliziten "85%igen Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September." Sie betonen, dass "ein Schritt im September vom Muster der BoJ im aktuellen Straffungszyklus abweichen würde, in dem Zinserhöhungen typischerweise etwa alle sechs Monate erfolgt sind," da "die letzte Zinserhöhung im Juni vorgenommen wurde." Allerdings warnen sie, dass "es für die BoJ schwierig sein wird, die Markterwartungen zu übertreffen," und argumentieren, dass weitere Gewinne des JPY zunehmend von zusätzlichen geldpolitischen Instrumenten jenseits von Zinserhöhungen abhängen könnten, einschließlich Maßnahmen zur Förderung der Rückführung von Auslandsvermögen, da die BoJ bei der Frage, wie weit und wie schnell sie die Zinsen anheben kann, begrenzt ist.
Technische Analyse: AUD/JPY
Auf dem Tages-Chart behält AUD/JPY eine bullische kurzfristige Tendenz bei, da der Kurs deutlich über dem 100-Tage-Durchschnitt (MA) und dem 20-Perioden-Simple Moving Average der Bollinger-Bänder liegt, was nach dem jüngsten Anstieg auf zugrunde liegende Nachfrage hindeutet. Der Relative Strength Index (14) bei 63,92 tendiert zu bullishem Momentum, ohne bislang extreme überkaufte Bedingungen zu signalisieren, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtsdruck anhalten könnte, solange diese Unterstützungen intakt bleiben.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand beim Hoch vom 28. August bei 114,96. Die nächste Hürde wird beim oberen Bollinger-Band nahe 115,30 gesehen, wo das Kaufinteresse nachlassen und eine Konsolidierung begünstigen könnte.
Auf der Unterseite befindet sich die kritische Unterstützung im Bereich von 113,25-113,20, was eine enge Nachfragezone schafft. Das nächste zu beobachtende Schlüsselniveau ist das Tief vom 20. August bei 112,52. Ein tieferer Pullback würde das untere Bollinger-Band um 111,05 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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