• AUD/JPY steigt, nachdem Sanae Takaichi Widerstand gegen weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan signalisiert.
  • Die bullische Tendenz bleibt intakt, obwohl der RSI auf nachlassendes Momentum nahe den Rekordhochs hinweist.
  • Ein Durchbruch über 110,67 eröffnet 111,00, während 109,10 und 108,00 die Abwärtsseite absichern.

Der AUD/JPY steigt spät in der nordamerikanischen Sitzung um über 0,83%, da der japanische Yen schwächer wird, nachdem Premierministerin Takaichi stärkeren Widerstand gegen eine weitere Straffung durch die Bank of Japan, geleitet von Gouverneur Ueda, geäußert hat. Auch die Erwartungen, dass die australischen CPI-Daten weiterhin hoch bleiben, stützen das Währungspaar nahe der 110,00-Marke.

AUD/JPY Preisprognose: Technischer Ausblick

Der AUD/JPY ist bullisch, obwohl es bisher nicht gelungen ist, das Rekordhoch von 110,67, das am 10. Februar erreicht wurde, zu überwinden. Dennoch bleiben Abwärtsrisiken bestehen, da der Relative Strength Index (RSI) einige Anzeichen von Schwäche zeigt. Wenn der Index unter das nächste Zyklustief von 56,55 fällt, könnte das Währungspaar folgen und weitere Verluste verzeichnen.

Für eine bullische Fortsetzung müssen die Käufer 110,00 erobern, gefolgt vom Jahreshoch (YTD) bei 110,67. Ein Durchbruch des Letzteren wird 111,00 eröffnen. Auf der Abwärtsseite wäre die erste wichtige Unterstützung der 20-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 109,10. Bei weiterer Schwäche wäre der nächste Halt eine wichtige Unterstützungstrendlinie, die von den Tiefs im November 2025 gezeichnet wurde, bei etwa 108,00.

AUD/JPY Preischart – Tageschart

AUD/JPY Tageschart

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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