• AUD/JPY bewegt sich um 109,00 in der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag. 
  • Die Arbeitslosenquote in Australien blieb im Januar bei 4,1%, besser als erwartet. 
  • Erwartungen, dass die BoJ ihren Kurs der Geldpolitischen Straffung beibehalten wird, könnten den japanischen Yen stärken. 

Das Währungspaar AUD/JPY handelt am Donnerstag während der asiatischen Handelsstunden auf einem flachen Niveau nahe 109,00. Die Veröffentlichung des australischen Arbeitsmarktberichts für Januar kann den Australischen Dollar (AUD) gegenüber dem japanischen Yen (JPY) nicht stärken. Händler bereiten sich auf den nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) Japans vor, der später am Freitag fällig ist. 

Die am Donnerstag vom Australian Bureau of Statistics (ABS) veröffentlichten Daten zeigten, dass die Arbeitslosenquote in Australien im Januar bei 4,1% blieb. Der Wert lag unter dem Marktkonsens von 4,2%. Unterdessen belief sich die Veränderung der Beschäftigung in Australien im Januar auf 17,8K, nach 68,5K im Dezember (revidiert von 65,2K), und verfehlte die Erwartungen von 20K.

Dieser Bericht könnte einige Analysten dazu veranlassen, zu suggerieren, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) mehr Spielraum für weitere Zinserhöhungen haben könnte, um die anhaltende Inflation zu bekämpfen, was den Aussie unterstützen könnte. 

Andererseits könnten Wetten, dass die Bank of Japan (BoJ) ihren Kurs der Geldpolitischen Straffung beibehalten wird, den JPY stützen und einen Gegenwind für das Währungspaar schaffen. Laut Reuters preisen die Märkte nahezu eine 80%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung durch die BoJ im April 2026 ein. 

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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