Der US-Technologiekonzern Amazon steht vor einer weiteren Reduzierung seiner Belegschaft im Verwaltungs- und Managementbereich. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll in der kommenden Woche eine neue Runde von Stellenstreichungen anlaufen. Insgesamt will der Konzern rund 30.000 Arbeitsplätze im sogenannten Corporate-Bereich abbauen.
Die Maßnahmen dürften mehrere Geschäftseinheiten betreffen, darunter den Cloud-Dienst Amazon Web Services, das Handelsgeschäft, den Streamingdienst Prime Video sowie zentrale Personalabteilungen. Der genaue Umfang und die betroffenen Bereiche sind dem Vernehmen nach noch nicht abschließend festgelegt.
Gemessen an der weltweiten Gesamtbelegschaft von mehr als 1,5 Millionen Beschäftigten fällt der geplante Abbau zwar moderat aus, im Konzernbereich entspricht er jedoch fast jedem zehnten Arbeitsplatz. Damit würde Amazon einen größeren Stellenabbau umsetzen als in früheren Restrukturierungsphasen. Bereits 2022 hatte das Unternehmen umfangreiche Kürzungen vorgenommen.
Ein Teil der geplanten Maßnahmen wurde bereits im Herbst 2025 umgesetzt, als mehrere tausend Büroarbeitsplätze gestrichen wurden. Die nun bevorstehende Runde soll in ähnlicher Größenordnung liegen und zeitnah starten.
Der Konzern hatte frühere Einschnitte unter anderem mit Effizienzgewinnen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz begründet. Die Unternehmensführung stellte später jedoch klar, dass der Fokus vor allem auf einer Verschlankung interner Strukturen und einer Straffung von Entscheidungsprozessen liege.
Amazon rechnet langfristig mit einem sinkenden Bedarf an klassischen Konzernfunktionen, da automatisierte Systeme zunehmend standardisierte Aufgaben übernehmen. Der verstärkte Einsatz von KI gilt branchenweit als zentrales Instrument zur Steigerung der Produktivität und zur Senkung operativer Kosten.
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