Der Pharmakonzern AbbVie hat eine umfassende Vereinbarung mit der US-Regierung geschlossen, die auf eine bessere Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und auf langfristige Investitionen in den Standort USA abzielt. Bestandteil der Abmachung sind unter anderem Preiszugeständnisse im staatlichen Krankenversicherungsprogramm Medicaid.
Darüber hinaus plant das Unternehmen, innerhalb der nächsten zehn Jahre rund 100 Milliarden US-Dollar in Forschung, Entwicklung sowie in Produktions- und andere Sachanlagen in den Vereinigten Staaten zu investieren. Damit sollen insbesondere die heimische Arzneimittelentwicklung und industrielle Kapazitäten gestärkt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau direkter Vertriebsmodelle für Patienten. Über das Programm TrumpRx sollen mehrere weit verbreitete Medikamente zu erweiterten Konditionen verfügbar gemacht werden.
Nach Angaben des Unternehmens berücksichtigt die Vereinbarung sämtliche zentralen Vorgaben der Regierung zur Arzneimittelpreisgestaltung. Im Gegenzug sieht die Regelung Ausnahmen von bestimmten Handelszöllen sowie von möglichen künftigen Preisvorschriften vor. Zudem bleibt das Ziel bestehen, internationale Arzneimittelpreise stärker an den wirtschaftlichen Wert der in den USA entwickelten medizinischen Innovationen anzupassen. Einzelheiten zu weiteren Vertragsbestandteilen wurden nicht offengelegt.
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