- USD/JPY stürzt auf ein über zwei Monate tiefes Niveau ab, da der JPY im Zuge einer weiteren vermuteten Intervention steigt.
- Hoffnungen auf ein US-Iran-Friedensabkommen und nachlassende hawkische Fed-Wetten belasten den USD und die Kassapreise.
- Das Paar wirkt anfällig für einen Bruch unter den 200-Tage-EMA, während Händler auf den US-ADP-Bericht warten.
Das Paar USD/JPY zieht am Mittwoch starke intraday Verkäufe auf sich und stürzt auf die psychologische Marke von 155,00 ab, das niedrigste Niveau seit dem 24. Februar, zeigt jedoch keine Anschlusskäufe. Die Kassapreise scheinen sich nun während der ersten Hälfte der europäischen Sitzung um die runde Marke von 156,00 stabilisiert zu haben und liegen für den Tag weiterhin über 1,0 % im Minus.
Der japanische Yen (JPY) legt breitflächig zu, gestützt von Spekulationen über eine weitere vermutete Intervention durch Regierungsbehörden zur Stützung der heimischen Währung. Berichte über eine JPY-Intervention tauchten erstmals am vergangenen Freitag auf, nachdem das Paar USD/JPY die wichtige psychologische Marke von 160,00 überschritten hatte. Marktdaten deuten darauf hin, dass Japan in der vergangenen Woche bis zu ¥5,48 Billionen (35 Milliarden US-Dollar) für den Kauf des JPY ausgegeben haben könnte. Obwohl die Behörden bisher eine Bestätigung von Seiten des japanischen Finanzministeriums (MOF) verweigerten, deutet die Kursentwicklung stark darauf hin, dass die Intervention am Mittwoch erneut stattgefunden hat.
Der US-Dollar (USD) gerät hingegen unter starken Verkaufsdruck angesichts der Hoffnungen auf ein US-Iran-Friedensabkommen. US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, dass „Project Freedom“ – eine Operation zur Begleitung von Handelsschiffen aus der Straße von Hormus – für eine kurze Zeit pausiert werde, um zu sehen, ob ein Abkommen mit dem Iran finalisiert werden kann. Trump fügte in einem Beitrag auf Truth Social hinzu, dass große Fortschritte in Richtung einer vollständigen und endgültigen Vereinbarung mit Vertretern des Iran erzielt wurden. Dies folgt auf frühere Äußerungen von Verteidigungsminister Pete Hegseth, wonach die USA keine Eskalation der Spannungen mit dem Iran anstreben.
Hegseth ergänzte, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran vorerst hält. Zudem kündigte Außenminister Marco Rubio an, dass die von den USA geführte „Operation Epic Fury“, die gemeinsam mit Israel am 28. Februar gegen den Iran gestartet wurde, beendet sei. Diese Aussagen befeuern die Zuversicht auf ein Ende der Feindseligkeiten und stärken das Vertrauen der Investoren, was den Status des USD als Reservewährung untergräbt. Zudem mildern fallende Rohölpreise inflationsbedingte Sorgen und dämpfen hawkische Wetten auf die US-Notenbank (Fed). Dies wird als weiterer Faktor gesehen, der den Verkaufsdruck auf den Greenback und den intraday Rückgang des USD/JPY-Paares um fast 200 Pips verstärkt.
Unterdessen deutet das FedWatch Tool der CME Group darauf hin, dass Händler weiterhin eine über 20%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed bis Ende dieses Jahres einpreisen. Die Bank of Japan (BoJ) signalisierte zudem letzte Woche, dass sie angesichts steigender Inflation bereitsteht, die Zinsen anzuheben. Die Händler blicken nun gespannt auf die Veröffentlichung des US-ADP-Berichts zur Beschäftigung im privaten Sektor, der zusammen mit Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder die USD-Nachfrage antreiben dürfte. Der Fokus liegt jedoch auf dem mit Spannung erwarteten US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht am Freitag. Darüber hinaus könnten geopolitische Schlagzeilen Volatilität an den globalen Finanzmärkten auslösen und bedeutende Handelsmöglichkeiten rund um das USD/JPY-Paar schaffen.
USD/JPY Tageschart
Technische Analyse:
Die Kassapreise zeigten unterhalb des 61,8%-Fibonacci-Retracement-Levels des Aufschwungs von Februar bis April eine gewisse Widerstandsfähigkeit und prallten am entscheidenden Unterstützungsniveau des 200-Tage-Exponential Moving Average (EMA) nahe der Marke von 155,00 ab. Letzterer sollte als wichtiger Dreh- und Angelpunkt fungieren, dessen deutlicher Bruch als frischer Auslöser für die Bären im USD/JPY-Paar gesehen wird und den Weg für tiefere Verluste ebnet.
Unterdessen deuten die Momentum-Indikatoren auf eine vorsichtige Stimmung hin. Der Relative Strength Index (14) liegt nahe 37 und nähert sich damit dem überverkauften Bereich, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) unter null mit negativem Wert verbleibt, was darauf hindeutet, dass der Abwärtsdruck trotz der Nähe zur Trendunterstützung weiterhin dominiert.
Ein klarer Bruch unter die Marke von 155,00 würde die negative Einschätzung bestätigen und das 78,6%-Retracement bei 154,06 freilegen, gefolgt von einer tieferen Unterstützung nahe 152,27. Auf der Oberseite stoßen Erholungsversuche zunächst auf Widerstand beim 50%-Retracement bei 156,46, gefolgt vom 38,2%-Level bei 157,45. Ein nachhaltiger Anstieg über diese Hürden wäre erforderlich, um das 23,6%-Retracement bei 158,67 und darüber hinaus den Bereich des jüngsten Zyklus-Hochs um 160,65 herauszufordern.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
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