· Gold bleibt in Reichweite der Allzeithochs von 3.708 $ zu Beginn des Montags.
· US-Dollar hält sich nach der Fed-Erholung, bereitet sich auf Fedspeak und Staatsanleihe-Auktionen vor.
· Gold strebt an, die Rekordhochs erneut zu testen, da der tägliche RSI knapp über der 70er-Marke bleibt.
Gold versucht, auf dem soliden Rückschlag vom Freitag aufzubauen und bleibt zu Beginn der Woche am Montag nahe 3.700 $.
Gold: Bullishes Potenzial bleibt intakt
Nachdem Gold den fünften aufeinanderfolgenden wöchentlichen Anstieg verbucht hat, steht es nahe den Rekordhochs von 3.7085 $, die am vergangenen Mittwoch erreicht wurden, trotz der laufenden Erholungsphase des US-Dollars (USD).
Weniger taubenhaft als erwartete geldpolitische Ankündigungen der US-Notenbank (Fed) und eine frische Reihe positiver US-Daten treiben weiterhin den USD-Anstieg voran, während Händler weiterhin Gewinne aus ihren USD-Leerverkäufen realisieren und den jüngsten Rückgang als übertrieben betrachten.
Händler bereiten sich auf den von der Fed bevorzugten Inflationsmaßstab, den Kernpreisindex der persönlichen Konsumausgaben, vor, der am Freitag veröffentlicht werden soll, um frischen richtungsweisenden Impuls zu erhalten.
In der Zwischenzeit werden die Märkte den zahlreichen Reden von Fed-Offiziellen besondere Aufmerksamkeit schenken, um frische Hinweise auf zukünftige Zinssenkungen zu erhalten, insbesondere nach den Fed-Prognosen von zwei weiteren Zinssenkungen bis zum Jahresende und dem gemessenen Ansatz von Vorsitzendem Jerome Powell zur weiteren Lockerung.
Auch eine Flut von Staatsanleihe-Auktionen in dieser Woche könnte die Leistung des USD und damit auch die von Gold beeinflussen.
Darüber hinaus könnten Handelsbedenken zwischen den USA und Indien, kombiniert mit frischen geopolitischen Entwicklungen, eine entscheidende Rolle bei der Preisbewegung von Gold in Zukunft spielen.
Technische Analyse des Goldpreises: Tageschart

Der Tageschart zeigt, dass der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) erneut in das überkaufte Gebiet eingetreten ist, aber nahe 73,50 schwebt, was auf weiteres Aufwärtspotenzial hindeutet.
Wenn die Käufer an Stärke gewinnen, könnte Gold das Rekordhoch bei 3.708 $ erneut testen. Ein täglicher Candlestick-Schluss über diesem Niveau würde die Türen zur 3.750 $-Region öffnen.
Auf der anderen Seite könnte Gold die psychologische Barriere von 3.650 $ herausfordern, unterhalb derer das Tief der Vorwoche bei 3.627 $ getestet werden könnte.
Weiter unten könnte die runde Zahl von 3.600 $ den Käufern zur Hilfe kommen.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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