• EUR/USD handelt im positiven Bereich über 1,1800 am frühen Dienstag.
  • Die bevorstehenden Veröffentlichungen beschäftigungsbezogener Daten aus den USA sind verschoben.
  • Die EZB wird am Donnerstag geldpolitische Entscheidungen bekannt geben.

EUR/USD gewinnt an Fahrt und handelt im positiven Bereich über 1,1800 am Dienstag, nachdem es zwei aufeinanderfolgende Handelstage Verluste verzeichnete. Der technische Ausblick des Paares hebt eine Abschwächung des bärischen Drucks hervor.

Der US-Dollar (USD) bewahrte am Montag seine Stärke nach einem bullischen Schluss der Vorwoche und ließ EUR/USD tiefer fallen. Während der amerikanischen Handelsstunden gab das US Bureau of Labor Statistics (BLS) bekannt, dass sie aufgrund der teilweisen Regierungsstilllegung keine Daten veröffentlichen werden. Infolgedessen werden die bevorstehenden JOLTS-Stellenangebote und Nonfarm Payrolls-Daten verschoben.

Dennoch handeln die US-Aktienindex-Futures am Dienstagmorgen in Europa im positiven Bereich, was auf eine risikofreudige Marktstimmung hindeutet. Sollte die Marktstimmung in der zweiten Tageshälfte optimistisch bleiben, könnte es für den USD schwierig werden, Käufer anzuziehen, was EUR/USD ermöglichen würde, höher zu steigen.

Am Mittwoch wird Eurostat die harmonisierten Verbraucherpreisindex (HICP)-Inflationsdaten für Januar veröffentlichen, bevor die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag geldpolitische Entscheidungen bekannt gibt.

Chart Analyse EUR/USD


EUR/USD Technische Analyse:

Im 4-Stunden-Chart handelt EUR/USD bei 1,1818. Der 20-periodische Simple Moving Average (SMA) hat sich nach unten gewendet, bleibt jedoch über den 50-, 100- und 200-periodischen SMAs und bewahrt eine bullische mittelfristige Struktur. Der Preis handelt unter den 20- und 50-periodischen SMAs bei 1,1889 und 1,1866, während er über den 100- und 200-periodischen SMAs bei 1,1761 und 1,1747 bleibt. Der RSI (14) erholt sich leicht, nachdem er unter 40 gefallen ist, was auf nachlassenden bärischen Druck hindeutet.

Gemessen vom Tief bei 1,1590 bis zum Hoch bei 1,2026 bietet das 50%-Retracement bei 1,1808 unmittelbare Unterstützung, während das 61,8%-Retracement bei 1,1756 einen niedrigeren Boden bietet. Bei Rückstößen würde der Widerstand zwischen den 50- und 20-periodischen SMAs bei 1,1866 und 1,1889 liegen. Ein nachhaltiger Halt über 1,1808 würde den Pullback begrenzen, während ein Schlusskurs unter 1,1756 einen Test des 200-periodischen SMA bei 1,1747 eröffnen könnte.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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