DAX bleibt nach Kursrutsch angeschlagen - Allein der Glaube fehlt im Handelsstreit

Die Erholung des Deutschen Aktienindex in den vergangenen drei Wochen war lediglich technischen Faktoren zu verdanken, so viel steht nach dem schnellen Rutsch unter die 11.000er Marke zum Wochenschluss fest. Und heute Morgen geht es weiter mit einem Sammelsurium an eher trüben Nachrichten. Es scheint, als holten den DAX die schon vergessen geglaubten Dämonen des letzten Jahres wieder ein: Wachstumssorgen, die Angst vor eine ungeregelten Brexit und der Mangel an Überzeugung, dass der Markt über 11.300 Punkten noch ein attraktiver Kauf ist.
 
Aus China ist zu hören, dass der Start der Wirtschaft ins neue Jahr so schwach verlaufen sei wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Unterdessen scheinen chinesische Unternehmen besser als bislang die Marktanteile des jetzt langsamer wachsenden Kuchens unter sich aufteilen zu können. Gerüchten zufolge sollen die iPhone-Verkaufszahlen nach China zu Gunsten der lokalen Konkurrenz um bis zu 20 Prozent gefallen sein. Das dürfte man im Weißen Haus nicht gerne hören, wo man die Handelsgespräche doch auch daran knüpft, US-Unternehmen einen besseren Marktzugang zum chinesischen Milliardenmarkt zu ermöglichen. 
 
Auch aus Berlin hört man vom US-Botschafter, dass die Zugeständnisse Deutschlands nicht reichen würden. Vor der ablaufenden Frist des Waffenstillstands im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit Ende des Monats fürchten sich die Investoren schon wieder vor neuen gegenseitigen Strafzöllen und verbalen Attacken. Es fehlt derzeit einfach der Glaube, dass sich im Handelsstreit wirklich etwas dramatisch verbessern wird.  
 
Zudem droht in Washington erneut ein Regierungsstillstand, in dem kein neues Geld für die Bezahlung von Rechnungen bereitgestellt wird. Nach wie vor geht es um die Mauer nach Mexiko, die Trump unbedingt will Die Demokraten nutzen nun aber ihre seit den Zwischenwahlen wiedergewonnene politische Macht, um Trump zu blocken. 

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