• Der WTI-Preis fällt, da die OPEC+ die Ölproduktion erhöht hat.
  • Die Erwartungen an die Ölnachfrage schwächen sich aufgrund des Endes der US-Sommerfahrtsaison.
  • Der ukrainische Präsident Selenskyj versprach, weitere Angriffe tief in Russland durchzuführen.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl setzt seine Verluste den zweiten Tag in Folge fort und wird am Montag während der asiatischen Handelsstunden bei rund 63,50 USD pro Feinunze gehandelt. Die Rohölpreise sinken aufgrund potenzieller Überangebotsbedenken und schwächerer Nachfrageprognosen.

Händler blicken voraus auf das Treffen der OPEC+, der Organisation der erdölexportierenden Länder und ihrer Verbündeten, das später in dieser Woche stattfindet, wo die beschleunigten Ölproduktionssteigerungen die globalen Angebotsaussichten verbessern. Allerdings hat ein Großteil dieses zusätzlichen Angebots die Vereinigten Staaten (US), den größten Kraftstoffmarkt der Welt, noch nicht erreicht, wo das Ende der Sommerfahrtsaison bereits die Nachfrageerwartungen dämpft.

Dennoch könnte der Rückgang der Ölpreise aufgrund erhöhter geopolitischer Risikoaufschläge, die durch den anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg und die Möglichkeit strengerer US-Sanktionen, die den globalen Fluss einschränken könnten, bedingt sind, begrenzt werden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj versprach am Sonntag, weitere Angriffe tief in Russland zu starten, als Reaktion auf russische Drohnenangriffe auf Energieanlagen in Nord- und Südukraine. In den letzten Wochen haben beide Seiten ihre Luftangriffe verstärkt, wobei der Fokus auf der Energieinfrastruktur liegt und die russischen Ölexporte gestört werden, so Reuters.

Händler wägen ab, ob Indien dem Druck der USA nachgeben wird, die russischen Öleinfuhren zu stoppen, nachdem Washington letzte Woche sekundäre Zölle auf Neu-Delhi verhängt hat. In der Zwischenzeit steht der bevorstehende SCO-Gipfel im Fokus, an dem der chinesische Präsident Xi, der russische Präsident Putin und der indische Premierminister Modi voraussichtlich teilnehmen werden.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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Händler werden weitere Hinweise aus dem wöchentlichen US-Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ziehen, der später am Donnerstag veröffentlicht wird. Auch Fed-Vertreter werden zu Wort kommen, darunter Raphael Bostic, Michael Barr, Thomas Barkin und Jeff Schmid.

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