- WTI-Preis gibt in der frühen europäischen Sitzung am Freitag leicht nach und nähert sich 89,65 $.
- Trump sagte, die USA würden Iran vor den Zwischenwahlen im November nicht angreifen.
- Die IEA stimmte zu, die Freigabe von Ölreserven zu beschleunigen.
West Texas Intermediate (WTI), die US-amerikanische Rohöl-Benchmark, wird am Freitag in den frühen europäischen Handelsstunden um die 89,65 USD gehandelt. WTI gibt nach, nachdem US-Präsident Donald Trump gesagt hat, Washington werde Iran vor den Zwischenwahlen im November nicht angreifen.
Reuters berichtete am Donnerstag, dass Trump die Möglichkeit eines Angriffs auf Iran vor den US-Zwischenwahlen zurückgewiesen habe und dabei auf laufende "produktive Gespräche" mit Teheran verwies. Der US-Präsident fügte hinzu, dass Rohöl in "Rekordmengen" durch die Straße von Hormus fließe. Diese Entwicklung könnte den WTI-Preis kurzfristig belasten.
Darüber hinaus stimmte die Internationale Energieagentur (IEA) zu, die Freigabe von Ölbeständen zu beschleunigen und Diesel-Lieferungen zu priorisieren, da Regierungen mit Rekordkraftstoffpreisen und kriegsbedingten Versorgungsunterbrechungen zu kämpfen haben. Die Ankündigung der IEA folgte einer Vereinbarung der G7-Staaten in der vergangenen Woche, 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel freizugeben, was die Erwartungen an zusätzliche Freigaben von Ölbeständen erhöhte.
Die US-Rohöllagerbestände sind in der vergangenen Woche überraschend gesunken. Nach Angaben der Energy Information Administration (EIA) fielen die Rohöllagerbestände in der Woche bis zum 2. Oktober um 3,186 Millionen Barrel und kehrten damit den Anstieg der Vorwoche um 922.000 Barrel um. Der Marktkonsens hatte einen Anstieg um 1,9 Millionen Barrel erwartet.
Spannungen im Nahen Osten halten die WTI-Risikoprämie bis zu den US-Zwischenwahlen erhöht
Analysten bei ABN Amro weisen darauf hin, dass das "Eskalationsrisiko bis zu den Zwischenwahlen" Rohöl zunehmend stützt, wobei die Nachricht, dass Präsident Trump das Pentagon gebeten hat, Angriffspläne gegen Iran vor den US-Zwischenwahlen vorzubereiten, sowie "eskalierende Tankerangriffe in Regionen außerhalb der omanischen Route, etwa vor Katar und im Golf von Oman," den Aufwärtstrend der Ölpreise befeuern. Zwar merken sie an, dass sich die "Ströme aus der Region weitgehend normalisiert haben," warnt ABN Amro jedoch, dass "die Notwendigkeit von Begleitschutz durch die US-Marine, höhere Kosten und logistische Reibungen sowie das ständige Risiko, angegriffen zu werden, die längerfristige Machbarkeit der Ströme infrage stellen." Ihrer Ansicht nach "rechtfertigt dies letztlich, dass eine hartnäckige Risikoprämie in der Preisbildung verbleibt," wobei "CTAs heute Käufer von WTI-Rohöl sind und sowohl WTI- als auch Brent-Rohöl über alle Momentum-Signale hinweg erneut long sind."
Technische Analyse: WTI behält kurzfristig einen leicht bullischen Ton bei
Auf dem Tages-Chart hält sich WTI US Oil über dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und dem unteren Bollinger Band, was den kurzfristigen Bias trotz des jüngsten Pullbacks aus dem Bereich von 90 USD leicht bullisch hält. Der Preis bleibt unter dem mittleren Bollinger Band, was darauf hindeutet, dass der breitere Aufwärtstrend zwar weiterhin durch die zugrunde liegende Nachfrage gestützt wird, die jüngste Konsolidierung unterhalb der Mitte des Kanals jedoch das Aufwärtsmomentum dämpft; der Relative Strength Index (14) nahe 49 untermauert einen neutralen, rangegebundenen Ton statt eines starken Richtungsdrucks.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim mittleren Bollinger Band um 92,25 USD, wobei ein Anstieg darüber das obere Bollinger Band nahe 99,35 USD als nächstes bullisches Ziel freilegen würde. Auf der Unterseite ist die unmittelbare Unterstützung nahe dem unteren Bollinger Band bei 85,15 USD zu sehen, vor der strategisch wichtigeren Unterstützung durch den 100-Tage-SMA nahe 84,10 USD, wo Käufer voraussichtlich die breitere Aufwärtsstruktur verteidigen würden, falls sich der Korrekturdruck verstärkt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
(Diese Meldung wurde am Freitag um 06:10 GMT korrigiert, um im ersten Aufzählungspunkt zu sagen, dass der WTI-Preis in der frühen europäischen Sitzung am Freitag leicht nachgibt und sich 89,65 $ nähert, nicht in der asiatischen Sitzung.)
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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Das sollten Sie am Freitag, den 9. Oktober, im Blick behalten:
Die Marktstimmung verbessert sich am letzten Handelstag der Woche, da Anleger auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump reagieren, dass es vor den Zwischenwahlen am 3. November keinen Angriff auf den Iran geben werde. In der zweiten Tageshälfte veröffentlicht die University of Michigan die Daten zum Verbraucherstimmungsindex für Oktober.