• Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA gingen in der Woche bis zum 18. Juli um 22.000 zurück.
  • Der USD-Index bleibt deutlich über 101,00 im positiven Bereich.

In der Woche bis zum 18. Juli gab es 187.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium (DOL) am Donnerstag mitteilte. Dieser Wert folgte auf die 209.000 der Vorwoche und lag deutlich unter der Markterwartung von 212.000. Der 4-Wochen-Durchschnitt lag in diesem Zeitraum bei 207.500 und damit um 7.250 unter dem revidierten Durchschnitt der Vorwoche.

Dies war laut Bloomberg-Analysten der niedrigste Wert seit 1969.

"Die vorläufige Zahl der saisonbereinigten versicherten Arbeitslosigkeit in der Woche bis zum 11. Juli lag bei 1.796.000 und damit um 2.000 unter dem revidierten Wert der Vorwoche," merkte das DOL in seiner Pressemitteilung weiter an.

Marktreaktion

Der US-Dollar (USD) behält nach diesen Daten seine Stärke bei. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der USD-Index mit 0,22% im Tagesplus bei 101,35.

Arbeitsmarkt - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.

Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.

Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.

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