Die Erholung der letzten zwei Monate hat den S&P 500 Index seit seinem Tiefstand im Juni um etwa 15 % steigen lassen. So verlockend diese Erholung auch war, ist das Global Investment Committee von Morgan Stanley jedoch nach wie vor davon überzeugt, dass es sich lediglich um eine Bärenmarktrallye handelt.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Aktien während eines Bärenmarktes erholen
"In fast jeder Baisse der letzten 95 Jahre kam es zu einer Erholung, wobei die Gewinne im Durchschnitt 18 % betrugen, bevor der Abwärtstrend wieder einsetzte. Im Vergleich dazu hat die derzeitige Rallye bisher etwa 15 % zugelegt. Das mag wie ein Bullenmarkt aussehen, der an Fahrt gewinnt, aber angesichts des historischen Kontextes sind wir vielleicht noch nicht über den Berg."
Anleihen- und Devisenmärkte rechnen mit weiteren Zinserhöhungen
"Während die Aktienanleger weiterhin darauf hoffen, dass die Fed ihr Zinserhöhungsprogramm bald zurückfährt, deuten die Fed Fund Futures darauf hin, dass die Zentralbank die Zinsen noch länger anheben wird. Die globalen Devisenmärkte scheinen dem zuzustimmen, da der US-Dollar immer noch nahe dem 20-Jahres-Hoch liegt, das er kürzlich erreicht hat."
Aktien sehen teuer aus
"Die Bewertungen haben sich wieder aufgebläht, und das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Marktes liegt jetzt bei 18,7. Inzwischen liegt die Risikoprämie für Aktien bei 2,6 Prozentpunkten. Das ist etwa ein ganzer Punkt weniger als der 13-Jahres-Durchschnitt. Derartige Bewertungsbedenken wären nicht so beunruhigend, wenn die aktuelle Preisgestaltung nicht auf unrealistischen Gewinnschätzungen beruhen würde. Zwar geben die US-Verbraucher nach wie vor viel Geld aus und der Arbeitsmarkt ist nach wie vor stark, doch deuten die führenden Wirtschaftsindikatoren auf eine Verlangsamung des Wachstums hin, die die Gewinnschätzungen in Frage stellen könnte."
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Das sollten Sie am Donnerstag, den 15. Januar, im Blick behalten:
Händler werden weitere Hinweise aus dem wöchentlichen US-Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ziehen, der später am Donnerstag veröffentlicht wird. Auch Fed-Vertreter werden zu Wort kommen, darunter Raphael Bostic, Michael Barr, Thomas Barkin und Jeff Schmid.