Die Daten des Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe des Institute of Supply Management (ISM) der Vereinigten Staaten (USA) für Januar sollen heute um 15:00 GMT veröffentlicht werden.
Es wird erwartet, dass der ISM zeigt, dass die Aktivität im verarbeitenden Sektor schwach ins Jahr gestartet ist. Ökonomen erwarten, dass die Produktionsleistung erneut zurückgegangen ist, jedoch in moderatem Tempo. Der EMI für das verarbeitende Gewerbe wird bei 48,3 gesehen, höher als die 47,9 im Dezember. Ein Wert unter 50,0 wird als Kontraktion der Geschäftstätigkeit angesehen.
Neben dem EMI für das verarbeitende Gewerbe werden die Anleger auch auf Unterkomponenten der Daten achten, wie den Beschäftigungsindex, den Auftragseingangsindex und die gezahlten Preise.
Schwächere als prognostizierte US-ISM-EMI-Daten würden die Erwartungen an Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed) anheizen, da die Entscheidungsträger besorgt über die wirtschaftliche Entwicklung geblieben sind. Bessere Zahlen wären jedoch eine Erleichterung für die Fed-Vertreter, würden aber wahrscheinlich keinen großen Einfluss auf die dovishen Erwartungen der Fed haben.
Wie könnte der US-ISM-EMI das EUR/USD beeinflussen?

EUR/USD handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung leicht höher bei etwa 1,1865. Das Hauptwährungspaar hält sich über dem 20-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA), was darauf hindeutet, dass der Aufwärtstrend intakt bleibt.
Der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) kühlt sich auf 57,30 von überkauften Niveaus nahe 80,00 ab und deutet auf eine mögliche Rückkehr der Bullen hin, während der Momentum-Oszillator über der Mittellinie von 50,00 (neutral) bleibt.
Auf der Oberseite bleibt das Januar-Hoch von 1,2082 eine wichtige Barriere für die Bullen. Nach unten wird der 20-Tage-EMA als wichtige Unterstützungszone fungieren.
Wirtschaftsindikator
ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) Verarbeitendes Gewerbe
Der monatlich vom Institute for Supply Management (ISM) veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe ist ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in der US-Industrie. Er basiert auf einer Umfrage unter Einkaufsleitern, die aktuelle Entwicklungen in ihren Unternehmen im Vergleich zum Vormonat bewerten. Die Antworten geben Aufschluss darüber, ob sich die Geschäftslage verbessert, verschlechtert oder unverändert geblieben ist. Ein Indexwert über 50 signalisiert ein Wachstum im verarbeitenden Gewerbe und wird in der Regel als bullishes Signal für den US-Dollar (USD) gewertet. Ein Wert unter 50 deutet hingegen auf einen Rückgang der industriellen Aktivität hin und gilt als bärisch für den USD.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mo Feb. 02, 2026 15:00
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 48.3
Vorher: 47.9
Quelle: Institute for Supply Management
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe des Institute for Supply Management (ISM) gibt einen zuverlässigen Ausblick auf den Zustand des verarbeitenden Gewerbes in den USA. Ein Wert über 50 deutet darauf hin, dass die Geschäftstätigkeit während des Erhebungszeitraums expandierte und umgekehrt. PMIs gelten als Frühindikatoren und können eine Verschiebung im Wirtschaftszyklus signalisieren. Stärker als erwartet ausgefallene Ergebnisse haben in der Regel einen positiven Einfluss auf den USD. Neben dem Gesamt-PMI werden auch die Zahlen des Beschäftigungsindex und des Index der gezahlten Preise genau beobachtet, da sie den Arbeitsmarkt und die Inflation beleuchten.
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