Visa baut sein Geschäft im Bereich Cybersicherheit weiter aus und übernimmt den Spezialisten für Betrugserkennung BioCatch. Der Zahlungsdienstleister zahlt dafür 2,4 Milliarden US-Dollar in bar und reagiert damit auf die zunehmende Bedrohung durch KI-gestützte Betrugsmaschen und Kontoübernahmen.
BioCatch wurde 2011 gegründet und entwickelt Technologien zur Verhaltensbiometrie. Dabei werden unter anderem Tippverhalten, Bewegungen auf Touchscreens sowie die Nutzung von Endgeräten analysiert, um legitime Nutzer in Echtzeit von Betrügern zu unterscheiden.
Nach Unternehmensangaben nutzen mehr als 350 Banken in 21 Ländern die Lösungen von BioCatch. Die Plattform schützt rund 760 Millionen Nutzer und überwacht etwa 1,8 Milliarden Geräte. Durch die Übernahme will Visa seine Angebote in den Bereichen Betrugsprävention, Risikomanagement und Sicherheit ausbauen, damit verdächtige Aktivitäten bereits vor der Zahlungsabwicklung erkannt und verhindert werden können.
Visa beziffert den weltweiten wirtschaftlichen Schaden durch Kontoübernahmen und Betrugsmaschen auf mehr als eine Billion US-Dollar pro Jahr. Der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz mache die Angriffe dabei immer komplexer.
Mit der Übernahme stärkt Visa zudem den wachstumsstarken Geschäftsbereich für Mehrwertdienste, zu dem unter anderem Lösungen für Betrugsprävention, Cybersicherheit und Datenanalysen gehören. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen und wird bis zum Ende des zweiten Geschäftsquartals des Geschäftsjahres 2027 erwartet.
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