Die türkische Lira setzt ihre Underperformance fort, wobei der USD/TRY in der vergangenen Woche mit 7,5145 ein neues Rekordhoch erreicht. Die Lira hat gegenüber dem US-Dollar rund ein Fünftel ihres Wertes verloren und ist damit die zweitschlechteste Währung der Schwellenländer in diesem Jahr. Unterdessen warnt Moody's vor der zunehmenden Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsbilanzkrise, die die Lira weiter unter Abwärtsdruck setzt, so MUFG Bank in einer Notiz.
Wichtige Zitate
"Selbst nach einer solch scharfen Abwertung, bleibt die Lira dem Risiko weiterer Verluste ausgesetzt. In einem ungewöhnlichen Schritt hat Moody's davor gewarnt, dass die Türkei mit einer möglichen Zahlungsbilanzkrise konfrontiert werden könnte, während sie gleichzeitig ihr Kreditrating noch tiefer in den Schrott-Bereich herabstufte. Das Kreditrating der Türkei liegt jetzt fünf Stufen unter Investment Grade bei B2".
"Die Analysten von Moody's stellten fest, dass 'sich die externe Verwundbarkeit der Türkei zunehmend in einer Zahlungsbilanzkrise kristallisieren dürfte'. Moody's äußerte sich besorgt über die Höhe der türkischen Währungsreserven, die zunehmende Dollarisierung und die Erosion der fiskalischen Puffer. Sie stellten fest, dass bei einer Saldierung der von den Kreditgebern geforderten Reserven für Lira und Devisenverbindlichkeiten die Nettoreserven "jetzt nahe Null liegen".
"Obwohl der jüngste Gasfund in der Türkei eine gewisse Entlastung der Leistungsbilanz bringen könnte, wird nicht erwartet, dass es schnell genug in Betrieb genommen wird, um die Bedrohung der türkischen Auslandskonten zu mildern. Nach Ansicht von Moody's wird die Situation durch "die Institutionen des Landes, die nicht willens oder nicht in der Lage zu sein scheinen, diese Herausforderungen wirksam anzugehen", noch verschlimmert.
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