- USD/JPY steigt auf 157,50, da risikoscheue Strömungen und starke US-Arbeitsmarktdaten den Dollar unterstützen.
- Ein Durchbruch über 157,97 könnte 158,50 und die 159,00-Marke freilegen.
- Interventionsrisiken seitens der japanischen Behörden könnten die Gewinne nahe 158,00 begrenzen.
USD/JPY stieg am Donnerstag während der nordamerikanischen Sitzung um fast 0,30%, da der Greenback durch die Verschlechterung der Risikobereitschaft, solide US-Arbeitsmarktdaten und hawkische Kommentare des Präsidenten der Richmond Fed, Thomas Barkin, gestützt wird. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels handelt das Paar bei 157,50 über seinem Eröffnungspreis.
USD/JPY Preisprognose: Technische Perspektive
Der Tages-Chart von USD/JPY zeigt die Bildung eines bullischen Engulfing-Chartmusters, was darauf hindeutet, dass Käufer die Verkäufer auf den aktuellen Preisniveaus überwiegen. Dennoch könnten Risiken einer Intervention durch die japanischen Behörden den Anstieg des Paares nahe der 158,00-Marke begrenzen.
Das Momentum bleibt bullisch. Der Relative Strength Index (RSI) liegt über seiner neutralen Linie und zielt nach oben, mit genügend Spielraum, bevor er überkauft wird.
Für eine bullische Fortsetzung muss USD/JPY das Hoch vom 3. März bei 157,97 überwinden. Ein Durchbruch des Letzteren wird die 158,50-Marke freilegen, gefolgt von 159,00. Weitere Gewinne liegen über dem Hoch vom 23. Januar bei 159,22, gefolgt von der 160,00-Marke.
USD/JPY Preis-Chart – Tageschart

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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