Der offizielle Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) und Gouverneur der Finnischen Zentralbank Olli Rehn sagte während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag, dass der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten (US), dem Iran und Israel voraussichtlich die Inflation kurzfristig erhöhen wird.
Bemerkungen
Wir sollten nicht zu optimistisch hinsichtlich der Dauer des Konflikts im Iran sein.
Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und voreilige Schlussfolgerungen vermeiden.
Es wird wahrscheinlich die Inflation kurzfristig erhöhen.
Solche Konflikte dämpfen tendenziell die Nachfrage und führen zu einem gedämpfteren Wachstum.
Marktreaktion
Die Kommentare von Rehn der EZB scheinen für den Euro (EUR) unbedeutend zu sein, da sie keine Hinweise auf den Ausblick der Geldpolitik enthalten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt EUR/USD leicht niedriger bei etwa 1,1625, nachdem es seine frühen Verluste verringert hat.
EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.
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