- USD/CHF bewegt sich wenig, da der Schweizer Franken sich stabilisiert, nachdem der schwache VPI die Erwartungen an eine akkommodierende SNB intakt hält.
- Die Verbraucherinflation in der Schweiz blieb im Januar bei 0,1% im Jahresvergleich, am unteren Ende der Zielspanne der SNB.
- Der US-Dollar könnte Schwierigkeiten haben, nachdem die schwachen Daten zum Verbraucherpreisindex im Januar die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed später in diesem Jahr verstärkt haben.
USD/CHF bleibt stabil, nachdem es über dem vorherigen Schlusskurs eröffnet hat und während der frühen europäischen Handelsstunden am Montag um 0,7690 handelt. Das Paar bewegt sich in einer engen Spanne, während der Schweizer Franken (CHF) sich stabilisiert, wobei die aktuellen Daten zum Schweizer Verbraucherpreisindex (VPI) wenig dazu beitragen, die Erwartungen zu ändern, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) in naher Zukunft eine akkommodierende Haltung beibehalten wird.
Die Verbraucherinflation in der Schweiz hielt im Januar bei 0,1% im Jahresvergleich, unverändert gegenüber Dezember und am unteren Ende des Preisstabilitätsziels der SNB von 0%–2%. Der Verbraucherpreisindex fiel um 0,1% im Monatsvergleich, verglichen mit den Erwartungen von 0%.
SNB-Präsident Martin Schlegel sagte Anfang dieses Monats, dass die Zentralbank bereit sei, kurze Phasen negativer Inflation zu tolerieren, während sie sich auf mittelfristige Ziele konzentriert. Schlegel fügte hinzu, dass die niedrige Inflation, kombiniert mit dem aktuellen Zinssatz von 0%, die Schweizer Zentralbank in eine herausfordernde Position bringt.
Das USD/CHF-Paar könnte weiteren Herausforderungen gegenüberstehen, da der US-Dollar (USD) Schwierigkeiten haben könnte, nachdem die schwachen Daten zum Verbraucherpreisindex im Januar die Erwartungen verstärkt haben, dass die Federal Reserve (Fed) später in diesem Jahr die Zinsen senken könnte.
Das CME FedWatch-Tool deutet darauf hin, dass Investoren nun nahezu eine 90%ige Wahrscheinlichkeit einräumen, dass die Fed die Zinsen bei ihrer Sitzung im März stabil hält, gegenüber fast 83% eine Woche zuvor. Die Märkte rechnen mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte, die im Juni mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 50,5% gesehen wird.
Der US-VPI stieg im Januar um 2,4% im Jahresvergleich (YoY), was eine Verlangsamung gegenüber 2,7% im Dezember darstellt und unter der Prognose von 2,5% liegt. Auf monatlicher Basis moderierte sich die Verbraucherinflation auf 0,2%, nach 0,3% zuvor und unter den Markterwartungen von 0,3%.
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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