• USD/CHF stärkt sich um 0,7700 in der frühen europäischen Sitzung am Freitag. 
  • Das US-Wachstum der Beschäftigung beschleunigte sich im Januar unerwartet, was die Wetten auf zusätzliche Zinssenkungen der Fed dämpft. 
  • Händler werden am Freitag weitere Hinweise aus den CPI-Inflationsdaten der Schweiz und der USA aufnehmen. 

Das Paar USD/CHF handelt in der frühen europäischen Sitzung am Freitag im positiven Bereich nahe 0,7700. Wachsende Erwartungen, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinssätze in naher Zukunft nicht senken wird, bieten dem Greenback gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) etwas Unterstützung. Händler bereiten sich auf die Berichte zum Verbraucherpreisindex (CPI) aus der Schweiz und den Vereinigten Staaten (US) später am Freitag vor. 

Die US Nonfarm Payrolls (NFP) stiegen im Januar um 130.000, was über der Schätzung von 70.000 liegt, so das Bureau of Labor Statistics am Mittwoch. Die Arbeitslosenquote sank im gleichen Zeitraum auf 4,3%. Der positive Arbeitsmarktbericht bietet etwas Entlastung von den Bedenken über den Zustand des US-Arbeitsmarktes und verringert die Chancen, dass die US-Zentralbank die Zinssätze bis zur Mitte des Jahres erneut senken wird. 

Das CME FedWatch-Tool zeigte, dass die Märkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von fast 92% eingepreist haben, dass die Fed die Zinssätze bei ihrer nächsten Sitzung stabil hält, obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bei der Sitzung im Juni nun bei fast 50% liegt.

Die Inflationsdaten aus der Schweiz werden am Freitag im Mittelpunkt stehen. Es wird erwartet, dass der CPI im Januar um 0,1% im Jahresvergleich steigt. Sollte der Bericht ein heißeres Ergebnis als geschätzt zeigen, könnte dies den CHF kurzfristig gegenüber dem US-Dollar (USD) stärken. 

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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