- Shooting Star signalisiert bärischen Umkehrdruck bei USD/CHF.
- RSI rutscht in Richtung 50 und zeigt, dass Käufer die Kontrolle verlieren.
- Durchbruch unter 0,8000 öffnet Unterstützung bei 0,7982 und 0,7910.
Das Paar USD/CHF zieht sich am Donnerstag von einem Dreitageshoch bei 0,8120 zurück, nachdem schwächere als erwartete US-Daten den Greenback belasteten, wobei der US-Dollar-Index (DXY) um 0,55 % fiel. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert USD/CHF bei 0,8035, nahe dem Zehntages-Tief.
USD/CHF Kursprognose: Technische Perspektive
Ein „Shooting Star“-Candlestick-Chartmuster, bestätigt am Donnerstag, als USD/CHF das jüngste Zyklustief bei 0,8063 durchbrach, verschärfte die Bewegung in Richtung des Tagestiefs bei 0,8010.
Das Momentum, gemessen am Relative Strength Index (RSI), zielt nach dem Abrutschen unter die 60er-Marke auf das neutrale 50er-Level ab. Dies bedeutet, dass die Käufer die Kontrolle an die Verkäufer verloren haben, die offenbar an Zugkraft gewinnen.
Insgesamt ist USD/CHF kurzfristig nach unten geneigt. Die erste Unterstützung liegt bei der psychologischen Marke von 0,8000. Ein Durchbruch darunter würde das Tagestief vom 18. Juni bei 0,7982 freilegen, gefolgt vom letzten Zyklustief vom 17. Juni bei 0,7910. Bei weiterer Schwäche wäre der nächste interessante Bereich das Zwischentief vom 29. Mai bei 0,7795.
Für eine bullishe Fortsetzung muss das Paar USD/CHF die Marke von 0,8100 zurückerobern. Der nächste Widerstand liegt beim Jahreshoch bei 0,8139, gefolgt vom Tageshoch vom 1. August 2025 bei 0,8171, vor der Marke von 0,8200.
USD/CHF Kurschart – Tageschart

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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