- USD/CAD fällt trotz sinkender Ölpreise auf nahe 1,4113.
- Es wird erwartet, dass der US-Dollar seitwärts handelt, da die Politik der Fed im Mittelpunkt steht.
- US-Präsident Trump fordert die Fed auf, die Zinsen zu senken.
Das USD/CAD-Paar notiert während der europäischen Handelssitzung am Dienstag leicht im Minus bei nahe 1,4113. Das Loonie-Paar gibt nach, da der kanadische Dollar (CAD) gegenüber seinen wichtigsten Währungspaaren zulegt. Allerdings dürfte die Stärke nur vorübergehend sein, da die Ölpreise weiter gefallen sind, nachdem die Vereinigten Staaten (US) und der Iran ihre Verhandlungen über die Einhaltung des Friedensabkommens nach jüngsten Verstößen fortgesetzt haben.
Im europäischen Handel erreicht der WTI-Ölpreis ein neues Wochentief und liegt 2,2% niedriger bei nahe 79,40 USD. Währungen aus Volkswirtschaften wie Kanada, die Netto-Energieexporteure sind, verlieren tendenziell an Attraktivität, wenn die Ölpreise zu fallen beginnen.
Der US-Dollar handelt derweil nach einem starken Montag unverändert und wartet auf die geldpolitische Bekanntgabe der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch. Laut dem CME FedWatch Tool sehen Händler eine Wahrscheinlichkeit von 62%, dass die Fed die Zinsen in der Spanne von 3,50%-3,75% unverändert lassen wird.
Am Montag forderte US-Präsident Donald Trump Fed-Chef Kevin Warsh auf, die Zinsen in der Sitzung am Mittwoch zu senken. Zur Untermauerung seiner Ansicht sagte Trump, dass es kürzlich einen guten Inflationsbericht gegeben habe, die Kosten schnell gefallen seien und die Preise nach dem Ende des Golfkriegs deutlich sinken sollten.
USD/CAD technische Analyse

USD/CAD notiert leicht niedriger bei rund 1,4113. Das Paar schwankt in der Nähe des 20-Tage Exponential Moving Average (EMA), der bei 1,4103 liegt, was auf einen Seitwärtstrend hindeutet.
Der Relative Strength Index (RSI) bei 53,7 hat sich wieder in Richtung neutraler Zone bewegt, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum nachgelassen hat, aber nicht umgekehrt wurde. Damit bleibt Spielraum für einen allmählichen Anstieg, solange der Preis durch den kurzfristigen EMA gestützt wird.
Auf der Abwärtsseite wäre der Bereich zwischen 1,3962 und 1,4001 die wichtigste Nachfragezone für das Paar. Nach oben müsste das Paar einen entscheidenden Durchbruch über das Hoch vom 14. Juli bei 1,4157 schaffen, um das Jahreshoch bei 1,4248 erneut zu testen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Wirtschaftsindikator
Fed-Zinsentscheid
Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Juli 29, 2026 18:00
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 3.75%
Vorher: 3.75%
Quelle: Federal Reserve
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