• USD/CAD schwächt sich am Donnerstag in der späten US-Sitzung auf etwa 1,4430. 
  • Die jährliche PPI-Inflation in den USA fiel im Februar auf 3,2%, schwächer als erwartet. 
  • Der Finanzminister Kanadas erklärte, dass das Land sich darauf geeinigt hat, den Dialog aufrechtzuerhalten. 

Das USD/CAD-Paar schwächt sich am Donnerstag während der späten US-Sitzung auf etwa 1,4430 ab, belastet von niedrigeren US-Renditen. Allerdings könnten niedrigere Rohölpreise den rohstoffgebundenen Loonie belasten und dazu beitragen, die Verluste des Paares zu begrenzen. Der vorläufige Michigan Consumer Sentiment wird am Freitag im Mittelpunkt stehen.

Die Bedenken über das langsame Wachstum der US-Wirtschaft aufgrund der Handelspolitik der Regierung von US-Präsident Donald Trump könnten den Greenback unter Verkaufsdruck setzen. Die am Donnerstag vom US Bureau of Labor Statistics veröffentlichten Daten zeigten, dass der US-Erzeugerpreisindex (PPI) im Februar im Jahresvergleich um 3,2% gestiegen ist, verglichen mit einem Anstieg von 3,7% im Januar. Diese Zahl lag unter den Markterwartungen von 3,3%.

Unterdessen stieg der jährliche Kern-PPI im Februar um 3,4% gegenüber 3,8% im Januar. Auf Monatsbasis blieb der PPI unverändert, während der Kern-PPI um 0,1% zurückging.

Kanadas Finanzminister Dominic LeBlanc sagte am Freitag, dass Zölle sowohl für die Vereinigten Staaten als auch für Kanada schädlich sind und dass es entscheidend sei, den Dialog fortzusetzen. Händler werden die Entwicklungen rund um Trumps Zollpolitik genau beobachten. Jegliche Anzeichen eines eskalierenden Handelskriegs könnten den kanadischen Dollar (CAD) gegenüber dem USD untergraben.

Am Mittwoch senkte die Bank of Canada (BoC) ihren Leitzins um 25 Basispunkte (bps) auf 2,75%. Dies war die siebte aufeinanderfolgende Zinssenkung der BoC. Ein Schritt, der nur Stunden nach der Ankündigung neuer Zölle auf Stahl und Aluminium durch US-Präsident Donald Trump gegen Kanada erfolgt.

BoC-Gouverneur Tiff Macklem sagte während der Pressekonferenz, dass die Zentralbank „vorsichtig mit weiteren Änderungen verfahren“ werde und sowohl die Aufwärtsdrucke auf die Inflation durch höhere Kosten in einem Handelskrieg als auch die Abwärtsdrucke durch schwächere Nachfrage bewerten müsse.

Unterdessen könnte ein Rückgang der Rohölpreise vor dem Hintergrund stabiler Zollbedenken den rohstoffgebundenen kanadischen Dollar (CAD) belasten. Es ist erwähnenswert, dass Kanada der größte Ölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist und niedrigere Rohölpreise tendenziell negative Auswirkungen auf den CAD-Wert haben.

Kanadischer Dollar FAQs

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

 

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